{"id":4633,"date":"2024-12-02T19:04:51","date_gmt":"2024-12-02T18:04:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weinfreunde-vom-hellweg.de\/alex\/wordpress\/?page_id=4633"},"modified":"2025-01-02T21:32:53","modified_gmt":"2025-01-02T20:32:53","slug":"weinreise-markgraeflerland","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.weinfreunde-vom-hellweg.de\/alex\/wordpress\/?page_id=4633","title":{"rendered":"Weinreise Markgr\u00e4flerland"},"content":{"rendered":"\n<p>Mittwoch, 18.10.2017 bis Sonntag, 22.10.2017<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mittwoch, 18.10.2017<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Weinreise mit dem Bus begann um 7:15 Uhr in Strickherdicke und um 7:30 Uhr am Bahnhof Unna. Nach der Begr\u00fc\u00dfung und der Verteilung von Info-Material konnten sich alle Teilnehmer entspannen, denn die Busfahrt mit unserem Busfahrer Christian verlief ruhig und ohne Probleme. Ziel unserer mehr als 500 km langen Reise ist die mittelalterlich gepr\u00e4gte Stadt Staufen im Breisgau. Wenn alles gut l\u00e4uft, werden wir am fr\u00fchen Nachmittag unseren Aufenthaltsort f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage, das 3-Sterne Hotel \u201eGoethe\u201c, erreichen. Das Hotel liegt am Fu\u00dfe des Schlossbergs in unmittelbarer N\u00e4he zum historischen Altstadtkern von Staufen.<br>Nach dem Zimmerbezug treffen wir uns um 17 Uhr zu einem ca. 1,5-st\u00fcndigen Stadtrundgang durch das historische mittelalterliche St\u00e4dtle mit vielen guterhaltenen Geb\u00e4uden und bunten Gesch\u00e4ften. W\u00e4hrend des Rundganges f\u00e4llt immer wieder der Blick auf die beeindruckende Burgruine des Schlossbergs, der auch als Weinlage ber\u00fchmt ist.<br>Um ca. 18:30 Uhr kehren wir dann beim Weingut Landmann ein, um bei einer Weinprobe mit Sch\u00e4ufle und Kartoffelsalat (ein Muss im Markgr\u00e4flerland) den Abend gem\u00fctlich ausklingen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Donnerstag, 19.10.2017<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcckbuffet fahren wir um ca. 9 Uhr mit dem Bus nach Schliengen. Dort werden wir im VDP-Weingut Blankenhorn den Tag mit einer ersten Weinprobe beginnen. Das Weingut Blankenhorn hat im Markgr\u00e4flerland eine lange Tradition. Es befindet sich in der ehemaligen Poststation mit dem dazugeh\u00f6rigen Gew\u00f6lbekeller aus dem 17. Jahrhundert. Seit 2014 wird das Weingut von Martin M\u00e4nner geleitet, der sich mit der \u00dcbernahme des traditionsreichen Weingutes von Roy Blankenhorn einen Lebenstraum erf\u00fcllt hat und z. Z. viel Geld in den Umbau und in die Modernisierung des Weingutes investiert. Sein Ziel ist es, Weine herzustellen die den Charakter der Region widerspiegeln und gleichzeitig den guten Namen auch \u00fcberregional zu einer festen Gr\u00f6\u00dfe in der deutschen Weinspitze zu etablieren. Das Weingut bewirtschaftet eine Fl\u00e4che von 23 Hektar.<br>Nach unserer ersten Weinprobe um ca. 11:45 Uhr fahren wir mit unserem Bus weiter in den 2 km entfernten Ortsteil Mauchen. Das beschauliche Dorf Mauchen liegt, umgeben von den Rebh\u00e4ngen des Sonnenst\u00fccks und des Frauenbergs, gesch\u00fctzt in einer Talsohle zwischen Rhein und Schwarzwald im S\u00fcden des Markgr\u00e4flerlandes. Hier werden wir um ca. 12 Uhr im traditionsreichen Gasthaus zur Krone, das weit \u00fcber die Region hinaus bekannt ist, ein typisch badisches Mittagessen einnehmen.<br>Gegen 14 Uhr steht in dem nach wenigen Schritten \u00fcber den Hof zu erreichendem VDP-Weingut L\u00e4mmlin-Schindler unsere n\u00e4chste Weinprobe an. Die Familie L\u00e4mmlin betreibt Weinbau schon seit dem 12. Jahrhundert. Der Inhaber, Gerd Schindler, baut seine Weine auf einer Fl\u00e4che von 18 ha biologisch aus. Neben dem Gutedel und anderen leicht und filigran ausgebauten Wei\u00dfweinen ist Gerd Schindler auch f\u00fcr seine tiefdunklen Sp\u00e4tburgunder weithin bekannt.<br>Um 15:45 Uhr m\u00fcssen wir sp\u00e4testens nach Staufen zur\u00fcckfahren, denn um 16:30 Uhr erwartet uns eine F\u00fchrung durch die dort ans\u00e4ssige \u201eSchwarzw\u00e4lder Hausbrennerei Alfred Schladerer\u201c. Bei der F\u00fchrung durch die Maischehalle, durch den Lager- und Filtrationskeller und durch die Brennerei mit den einmaligen Kupferbrennblasen, lernen wir das Familienunternehmen und die Marke Schladerer kennen und erfahren, was einen besonderen Obstbrand ausmacht.<br>Der Abend steht zur freien Verf\u00fcgung. Empfehlenswert sind die verschiedenen Lokale der Altstadt und nat\u00fcrlich die rustikalen Strau\u00dfwirtschaften. F\u00fcr einen Wein-Absacker ist der in der N\u00e4he unseres Hotels gelegene Weinbrunnen sehr geeignet. Alternativ kann man auch mit der G\u00e4stekarte kostenlos ein Abstecher mit der Bahn in benachbarte Orte wie Bad Krotzingen und M\u00fcnstertal unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Freitag, 20.10.2017<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>An diesem Tag werden wir uns mehr der Geschichte und Kultur widmen. Die Abfahrt mit dem Bus ist um 9 Uhr. Ziel ist die 7 km entfernte Malteserstadt Heitersheim, die mit dem Malteserschloss eine gro\u00dfe Geschichte als geistlich-f\u00fcrstliche Residenz des Johanniter- und Malteserordens hat. Im Kellergew\u00f6lbe des ehemaligen Kanzleigeb\u00e4udes von 1740 ist ein Museum eingerichtet. Deutschlands einziges Maltesermusem widmet sich mit sehenswerten Exponaten dem Ritterorden der Johanniter und Malteser, zeichnet aber auch die fast 500-j\u00e4hrige Baugeschichte des Schlosses dokumentarisch nach. In der Nachbarschaft befindet sich die R\u00f6mervilla von Heitersheim. Diese erste entdeckte Villa urbana rechts des Rheins erm\u00f6glicht hochinteressante Einblicke in das Leben der R\u00f6mer im ersten Jahrhundert nach Christus. Im Rahmen einer kombinierten F\u00fchrung k\u00f6nnen wir das Johanniter-Malteser-Museum und das R\u00f6mermuseum \u201eVilla urbana\u201c n\u00e4her kennenlernen.<br>Ab 11 Uhr steht auch wieder der Wein im Mittelpunkt. Im benachbarten Weingut Julius Zotz werden wir eine Weinprobe und eine rustikale Vesper einnehmen. Das seit 1865 bestehende Weingut wird heute in 4. und 5. Generation von Martin und Michael Zotz gef\u00fchrt. Aus der n\u00e4chsten Generation bringt sich der junge \u00d6nologe Julian Zotz bereits mit ein. Mit ca. 80 ha Rebfl\u00e4chen geh\u00f6rt das Weingut Julius Zotz heute zu den gr\u00f6\u00dften Familienweing\u00fctern Deutschlands. Das Rebsortenspektrum ist gebietstypisch und traditionell. Der Schwerpunkt liegt auf den f\u00fcr das Markgr\u00e4flerland klassischen Kulturrebsorten Gutedel und auf Burgundersorten.<br>Nach der anstrengenden Winzervesper tut ein wenig Bewegung gut. Gegen 13:30 Uhr werden wir mit dem Bus nach M\u00fcllheim, eine liebeswerte Stadt und traditionsreicher Weinort mit sch\u00f6ner Altstadt, weiterfahren. Der historische Stadtkern von M\u00fcllheim wird gepr\u00e4gt von Winzerh\u00f6fen, blumengeschm\u00fcckten Pl\u00e4tzen, Barockbauten und klassizistischen H\u00e4userensembles. Am Rathaus erwartet uns eine Stadtf\u00fchrerin, um uns bei einer 2-st\u00fcndigen F\u00fchrung das historische M\u00fcllheim n\u00e4her zu bringen.<br>Danach, gegen 16 Uhr, fahren wir weiter zum Weingut Dr. Schneider im ca. 4 km entfernten Ortsteil Zunzingen. Das 1950 von der Familie Bolanz gegr\u00fcndete Weingut wurde 1995 von Dr. Gustav und Elisabeth Schneider \u00fcbernommen. Die Familie bewirtschaftet eine Rebfl\u00e4che von etwa 13 ha in Zunzingen, M\u00fcllheim, Auggen und Badenweiler, auf denen 58% Wei\u00dfwein und 42% Rotwein angebaut werden. Das Profil der Weine ist frisch und fruchtig. 90% von ihnen werden trocken ausgebaut.<br>Nach einer kleinen Weinbergsbegehung mit Sektempfang (bei gutem Wetter) und einer Betriebsbesichtigung werden wir uns zu einer Weinprobe an einem besonderen Ort, n\u00e4mlich im Etikettenmuseum des Weingutes, einfinden. Im ersten und einzigen Museum seiner Art in Deutschland k\u00f6nnen wir 200 Jahre Weingeschichte auf Tausenden von Etiketten betrachten, die aus der umfangreichen Sammlung von Thomas Wangler stammen und heute im Besitz des Weingutes sind. Im Mittelpunkt stehen Etiketten aus Baden, das \u00e4lteste aus dem Jahr 1811. Aber auch andere deutsche Weinbauregionen sind vertreten, sowie internationale Etiketten und K\u00fcnstleretiketten.<br>Im Anschluss an die Weinprobe werden wir ein rustikales Abendessen in der Gutssch\u00e4nke im Weingut Dr. Schneider einnehmen. Mit ihrer gem\u00fctlichen Gaststube und dem stimmungsvollen Gartenrestaurant im Schatten der Rosenpergola ist die Gutssch\u00e4nke auf dem Hof des Weingutes ein idealer Ort zum Verweilen und Genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Samstag, 21.10,2017<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um 9 Uhr fahren wir mit unserem Bus in die Schwarzwaldmetropole Freiburg im Breisgau. Der Besuch dieser lebendigen Universit\u00e4tsstadt am Rande des Schwarzwaldes ist ein Muss f\u00fcr jeden Besucher der Region. Freiburg z\u00e4hlt zu den w\u00e4rmsten St\u00e4dten Deutschlands und hat viel zu bieten. Das Wahrzeichen der Stadt, das Freiburger M\u00fcnster, die Sehensw\u00fcrdigkeiten der sch\u00f6nen und historischen Altstadt, die Alte Wache Freiburg, die ber\u00fchmten B\u00e4chle usw., das alles kann man hier bewundern. Um 10 Uhr werden wir mit einer Stadtf\u00fchrerin einen ca. 1-1\/2 st\u00fcndigen Stadtrundgang mit Besichtigung des Freiburger M\u00fcnsters unternehmen. Im Anschluss bleibt ausreichend Zeit f\u00fcr einem Bummel durch die Stadt auf eigene Faust oder um in einem der vielen Caf\u00e9s und gem\u00fctlichen Kneipen zu verweilen und sich von der badischen Gastlichkeit verw\u00f6hnen lassen.<br>Um 13:15 Uhr f\u00e4hrt unser Bus weiter in das 10 km entfernte Weindorf Pfaffenweiler, wo wir gegen 14 Uhr das Weinhaus Pfaffenweiler kennenlernen und nat\u00fcrlich auch eine Weinprobe haben. Das Weinhaus Pfaffenweiler z\u00e4hlt mit etwas \u00fcber 100 ha zu den kleineren Winzergenossenschaften in Baden, hat sich aber dank dem kompromisslosen Qualit\u00e4tsstreben vom Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Heinrich Stefan M\u00e4nnle mittlerweile zu den erfolgreichsten Winzergenossenschaften Deutschlands entwickelt. So z\u00e4hlt das Weinhaus Pfaffenweiler z. B. laut Gault&amp;Millau 2015 und Eichelmann-Weinf\u00fchrer 2014 zu den besten und f\u00fchrenden Weinerzeugern Deutschlands. Da das Weinhaus Pfaffenweiler bei seinen Weinen das Terroir betont und auch neben den klassischen Rebsorten des Markgr\u00e4flerlands Rebsorten wie Sauvignon Blanc, Merlot und Cabernet Sauvignon anbaut, d\u00fcrfen wir auf die Weinprobe besonders gespannt sein.<br>Gegen 16 Uhr fahren zur\u00fcck zu unserem Hotel in Staufen, das wir nach ca. 15-min\u00fctiger Fahrzeit erreichen werden. Dort haben wir Freizeit bis 18:45 Uhr. Nach einem kleinen Spaziergang durch die Altstadt von Staufen erreichen wir das Gasthaus\/Hotel L\u00f6wen. Das Gasthaus\/Hotel L\u00f6wen, zu dem seit 2015 auch das Hotel Goethe geh\u00f6rt, hat wahrhaft historische Wurzeln. Die Ersterw\u00e4hnung des Gasthauses L\u00f6wen findet sich bereits im Jahre 1407 in einer ausgestellten Urkunde, die heute im Badischen Landesmuseum zu finden ist. In diesem Gasthaus soll Anno 1539 der sagenumwobene Alchemist, Astrologe und Schwarzk\u00fcnstler Dr. Johann Georg Faustus bei chemischen Experimenten zur Goldherstellung ums Leben gekommen sein. Glaubt man aber der Sage, so hat <em>\u201eder obersten Teufel einer, der Mephistopheles, den er in seinen Lebzeiten lang nur seinen Schwager genannt, \u2026\u00a0 ihm, nachdem der Pakt von 24 Jahren abgelaufen, das Genick abgebrochen und seine arme Seele der ewigen Verdammnis \u00fcberantwortet.&#8220;<\/em> Ein Stoff, den Goethe 250 Jahr sp\u00e4ter als Muster f\u00fcr seine Faust-Trag\u00f6dien verwandt hat.<br>Im Gasthaus L\u00f6wen d\u00fcrfen wir uns auf ein 4-g\u00e4ngiges Men\u00fc mit begleitenden Weinen des Weingutes Rainer Schlumberger aus Laufen freuen. Stefanie Schlumberger, die Mutter der 67. Deutschen Weink\u00f6nigin 2015\/2016 Josefine Schlumberger, wird die Wein- und Speisen\u00adkombinationen moderieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sonntag, 22.10.2017<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fccksbuffet und Koffer packen verabschieden wir uns gegen 9:30 Uhr von unserem Hotel. Um auch unseren R\u00fcckfahrtag dem Wein zu widmen, lernen wir nach dem s\u00fcdlichsten Teil des Weinbaugebietes Baden nun auch einen n\u00f6rdlichen Teil kennen, die badische Bergstra\u00dfe. Unser Ziel ist das Privatweingut Schr\u00f6der in Heddesheim, das wir nach ca. 2 \u00bd st\u00fcndiger Busfahrt erreichen werden. Das seit \u00fcber 250 Jahren bestehende Familienweingut bewirtschaftet 4 ha Rebfl\u00e4che und wird heute von der Winzermeisterin Judith Schmidt (geb. Schr\u00f6der) und Dipl. Kaufmann Steffen Schmidt geleitet. Der &#8222;Feinschmecker&#8220; hat das Weingut Schr\u00f6der mit der Auszeichnung &#8222;Dieses Weingut geh\u00f6rt 2016\/17 zu den besten in Deutschland&#8220; dekoriert. Weiter wurden zahlreiche Weine aus dem Hause Schr\u00f6der mit Gold- und Silber-Medaillen durch den Badischen Weinbauverband sowie bei diversen Degustationswettbewerben des Genussmagazins \u201eSelection\u201c pr\u00e4miert. In der stilvoll eingerichteten Vinothek des Weingutes werden wir bei einer Weinprobe mit einer rustikalen Vesperplatte die Qualit\u00e4tsstufen des Betriebes kennenlernen.<br>Um ca. 14:30 Uhr starten wir dann zu unserer R\u00fcckfahrt nach Unna bzw. Fr\u00f6ndenberg, wo wir, wenn es gut klappt, gegen 18 Uhr eintreffen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 18.10.2017 bis Sonntag, 22.10.2017 Mittwoch, 18.10.2017 Unsere Weinreise mit dem Bus begann um 7:15 Uhr in Strickherdicke und um 7:30 Uhr am Bahnhof Unna. 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