{"id":4831,"date":"2024-12-18T13:03:51","date_gmt":"2024-12-18T12:03:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weinfreunde-vom-hellweg.de\/alex\/wordpress\/?page_id=4831"},"modified":"2025-12-03T15:21:10","modified_gmt":"2025-12-03T14:21:10","slug":"jahreschronik-2005","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.weinfreunde-vom-hellweg.de\/alex\/wordpress\/?page_id=4831","title":{"rendered":"Jahreschronik 2005"},"content":{"rendered":"\n<hr class=\"wp-block-separator aligncenter has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Pf\u00e4lzer Barrique-Forum<br><\/strong>Donnerstag, 27.01.2005 im Atelier der Lindenbrauerei Unna<\/p>\n\n\n\n<p>Das 1993 gegr\u00fcndete <a href=\"https:\/\/www.pfalz.de\/de\/barrique-forum-pfalz\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pf\u00e4lzer Barrique-Forum e.V.<\/a> ist eine Vereinigung von Winzern und Weinfreunden, die sich dem Ausbau Pf\u00e4lzer Spitzenweine im kleinen Eichenholzfass verschrieben haben. Jeder Wein, der aufgenommen werden soll, muss sich einer Probe unterziehen. Dipl.-Ing. Joachim Wegner, Bad D\u00fcrkheim, Mitglied im Pf\u00e4lzer Barriqueforum, stellte uns die unten aufgef\u00fchrte Weine, die nach bestimmten Ausbauregeln hergestellt werden, vor. Und zu jedem Wein das besondere und phantasievolle Men\u00fc.<br>Au\u00dferdem kamen wir&nbsp; in den Genuss eines Cuv\u00e9es, der erst auf der&nbsp; \u201aPro Wein\u2018 in D\u00fcsseldorf vorgestellt werden soll.<br>Zu der Verkostung wurde K\u00e4se und Brot gereicht, 43 Personen waren anwesend.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Weine wurden verk\u00f6stigt:<br>2003er Auxerrois, Sp\u00e4tlese trocken, Alkohol: 13%<br><a href=\"https:\/\/www.holz-weisbrodt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Weingut Holz<\/a> \u2013 Weisbrodt, Weisenheim\/Berg<br>Empfehlung: Zu Wallerfilet mit Gew\u00fcrzkruste auf Blumenkohlmousseline<br><br>2003er Chardonnay, QbA trocken, Alkohol: 14%<br><a href=\"https:\/\/www.weingut-pfleger.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Weingut Jakob Pfleger<\/a>, Herxheim am Berg<br>Zu asiatischen Gerichten, aber auch zu T\u00fcrmchen von Saibling<br>und Blutwurst mit Senfk\u00f6rner-Schnittlauchsauce<br><br>2001er Fr\u00fchburgunder, QbA trocken, Alkohol: 13,5%<br><a href=\"https:\/\/www.holz-weisbrodt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Weingut Holz<\/a> \u2013 Weisbrodt, Weisenheim\/Berg<br>Zu gespicktem Loup de Mer mit gebackenen&nbsp; Sardellen<br><br>2001er Sp\u00e4tburgunder, QbA trocken Alkohol: 13,5%<br>Weingut Karl Wegner &amp; Sohn, Bad D\u00fcrkheim<br>Zu Strudel von Wachtel und Taube auf Blattpetersilienrisotto mit wei\u00dfer Pfeffersauce<br><br>2002er Dornfelder, QbA trocken, Alkohol: 14%<br>Weingut Wageck \u2013 Pfaffmann, Bissersheim<br>Zu am Lorbeerspie\u00df gegrilltem Fleisch<br><br>2001er Dornfelder, QbA trocken, Alkohol: 13,5%<br>Weingut Karl Wegner &amp; Sohn, Bad D\u00fcrkheim<br>Zu saftigem Steak bis Zigarre<br><br>2002er St. Laurent, QbA trocken, Alkohol: 13,5%<br>Weingut Erich Stachel, Maikammer<br>Der Klassiker: Rehr\u00fccken Baden-Baden<br><br>2002er Blaufr\u00e4nkisch, Sp\u00e4tlese trocken, Alkohol: 13,5%<br>Weingut Immengartenhof, Fam. H\u00f6hn, Maikammer<br>Ein Winterabend am Kamin oder Kaminersatz<br><br>2001er Cabernet Sauvignon, QbA trocken, Alkohol: 13,5%<br>Weingut Karl Wegner &amp; Sohn, Bad D\u00fcrkheim<br>Im Kiefernzweig pochierte Rehbockr\u00fccken mit sautierten Rosenkohlbl\u00e4ttern<br><br>Cuv\u00e9e Crescendo, QbA trocken, Alkohol: 13,5%<br>Pf\u00e4lzer Barrique Konsortium, Weisenheim am Berg<br>Zu klassischem Lamm mit mediterranen Aromaten, Ratatouille<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Auswertung haben diese Weine die ersten Pl\u00e4tze belegt:<br>1. Platz: 2003er Auxerrois, Sp\u00e4tlese trocken<br>2. Platz: 2001er Cabernet Sauvignon, QbA trocken<br>3. Platz: 2003er Chardonnay, QbA trocken<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator aligncenter has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Brot und Wein<br><\/strong>Donnerstag, 17.02.2005 im Atelier der Lindenbrauerei Unna<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWer Brot und Wein hat, kann ruhig schlafen gehen\u201c, sagt ein englisches Sprichwort<br><br>Eines der \u00e4ltesten Nahrungsmittel der Welt ist Brot und auch noch heute eine zeitlose K\u00f6stlichkeit. Wir Deutschen sind absolute Weltmeister, was die Vielfalt und die Qualit\u00e4t des Brotes anbetrifft. Auch der Wein wird in Deutschland schon Jahrhunderte lang kultiviert. Und davon gibt es viele unterschiedliche Sorten.<br>Und: Brot und Wein sind kulinarische Partner mit langer Tradition.<br>Karl Maringer beschrieb die Weine und B\u00e4ckermeister Ingo Wellner gab uns einen Einblick in&nbsp; die Herstellung der verschiedenen Brotsorten. 47 Personen waren anwesend.<\/p>\n\n\n\n<p>2002er Silvaner QbA trocken, Castell-Castell, Franken<br>2003er Sp\u00e4tburgunder Wei\u00dfherbst QbA halbtrocken, Burkheimer, Baden<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; verkostet mit Landbrot und Ciabatta<br><br>2003er Riesling QbA trocken, Georg Breuer Sauvage, Rheingau<br>2001er Wei\u00dfburgunder QbA trocken, K\u00f6nigschaffhausener, Baden<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; verkostet mit Dreikornbrot und Steinofenbrot<br><br>2003er Grauburgunder QbA trocken, Weinbaudom\u00e4ne Oppenheim, Rheinhessen<br>2003er Chardonnay QbA trocken, Weinbaudom\u00e4ne Oppenheim, Rheinhessen<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; verkostet mit Bergsteiger und Oberl\u00e4nder<br><br>2002er Tempranillo DOC trocken, Marques de Grinon, Rioja<br>2002er Regent QbA trocken, Auggener Sch\u00e4f, Baden<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; verkostet mit Vollkornbrot und Paderborner<br><br>2003er Rul\u00e4nder Sp\u00e4tlese lieblich, Oberbergener Bassgeige, Baden<br>2003er Gew\u00fcrztraminer Kabinett lieblich, D\u00fcrkheimer Feuerberg, Pfalz<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; verkostet mit Kartoffelbrot und Hamburger Stuten<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Auswertung haben diese Kombinationen die ersten Pl\u00e4tze belegt:<br>1. Platz: 2003er Sp\u00e4tburgunder Wei\u00dfherbst QbA halbtrocken mit Ciabatta<br>2. Platz: 2002er Tempranillo DOC trocken mit Vollkornbrot<br>3. Platz: 2003er Riesling QbA trocken mit Dreikornbrot<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator aligncenter has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Wein und Schokolade<br><\/strong>Donnerstag, 17.03.2005 im Atelier der Lindenbrauerei Unna<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKein zweites Mal hat die Natur eine solche F\u00fclle der wertvollsten N\u00e4hrstoffe auf einem so kleinen Raum zusammengedr\u00e4ngt, wie gerade bei der Kakaobohne\u201c<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Alexander von Humboldt (1769-1859)<\/p>\n\n\n\n<p>Vor ein paar Jahren noch unm\u00f6glich, ist Wein und Schokolade heute ein Traumpaar. Jedoch nicht jede Schokolade passt zu jedem Wein. Welche Kombination besonders harmoniert, Wei\u00dfwein oder Rotwein mit dunkler oder heller Schokolade, konnten wir am heutigen Abend testen, denn: \u201eProbieren geht \u00fcber Studieren.\u201c Je h\u00f6her der Kakaoanteil der Schokolade, desto kr\u00e4ftiger kann der Rotwein sein, je niedriger der Anteil an Kakao, desto h\u00f6her kann die Rests\u00fc\u00dfe beim Wein sein.<br>Reiner Sch\u00e4fer f\u00fchrte uns mit viel Sachverstand durch den Abend, 56 Personen waren anwesend.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Probenfolge:<br>&nbsp;&nbsp; 1&nbsp; 2003er Riesling, QbA Gelblack; Schloss Johannisberg, Rheingau<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dazu: Choaxa, Umami<br><br>&nbsp;&nbsp; 2&nbsp; 2000er Bacchus, Auslese, Bernhard V\u00f6lker, Franken<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dazu: Choaxa, Papouasie<br><br>&nbsp;&nbsp; 3&nbsp; 2003er Muskateller, Kabinett, WG Oberbergen, Baden<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dazu: Rausch, Java<br><br>&nbsp;&nbsp; 4&nbsp; 2001er Lemberger, QbA, Vier Jahreszeiten Winzer, Pfalz<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dazu: Choaxa, San Domin<br><br>&nbsp;&nbsp; 5&nbsp; 2001er Shiraz, Rosemount Estate, Australien<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dazu: Rausch, Amazonas<br><br>&nbsp;&nbsp; 6&nbsp; 2000er Lemberger, Barrique, Weingut Eberstadt, W\u00fcrttemberg<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dazu: Choaxa, Barrique<br><br>&nbsp;&nbsp; 7&nbsp; 1999er Merlot, Barrique. Buitenverwachting, S\u00fcdafrika<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dazu: Rausch, Tobago<br><br>&nbsp;&nbsp; 8&nbsp; 2002er Cuvee Bouvier, Muskat, Traminer, TBA, Lenz Moser, \u00d6sterreich<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dazu: Zotter, Orange Grand Mar.<br><br>&nbsp;&nbsp; 9&nbsp; Pedro Ximenez, Sherry, Vinicola Hidalgo, Spanien<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dazu: Zotter, Balleros Arabica<br><br>&nbsp;10&nbsp; 2001er Cremant, brut, Bouvet Ladubay, Frankreich<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dazu: Champagnertr\u00fcffel<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Auswertung haben diese Kombinationen die ersten Pl\u00e4tze belegt:<br>1. Platz: Nr.&nbsp;&nbsp; 1&nbsp; 2003er Riesling, QbA Gelblack und Choaxa, Umami<br>2. Platz: Nr.&nbsp;&nbsp; 8&nbsp; 2002er Cuvee Bouvier, Muskat und Zotter, Orange Grand Mar.<br>3. Platz: Nr. 10&nbsp; 2001er Cremant, brut und Champagnertr\u00fcffel<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.weinfreunde-vom-hellweg.de\/alex\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2005-03-17-Wein-und-Schokolade.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zeitungsartikel<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator aligncenter has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Vergessene Rebsorten<br><\/strong>Donnerstag, 21.04.2005 im Atelier der Lindenbrauerei Unna<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Weinberg war die Vielfalt verschiedener Rebsorten fr\u00fcher nicht ungew\u00f6hnlich. Durch die Reblauskrise im 19.Jahrhundert und durch das deutsche Weingesetz, das nur klassifizierte Rebsorten f\u00fcr die Weinerzeugung vorsieht, und durch weitere Faktoren, wurde die Sortenvielfalt sehr dezimiert.<br>Die bis heute existierenden alten Rebsorten sind sehr robust, denn sie \u00fcberlebten Jahrhunderte ohne Pflanzenschutz und ohne mineralische D\u00fcngerzugaben. Ihre Gene sind wichtig f\u00fcr zuk\u00fcnftige Z\u00fcchtungen in Bezug auf neue Stressfaktoren, wie Ozon oder extreme Trockenheit.<br>So wurden z.B. noch vorhandene alte Rebst\u00f6cke der Rotweinsorte \u201eTauberschwarz\u201c, fr\u00fcher ein verbreiteter Landwein im badischen Frankenland, durch z\u00fcchterische Auslese wiederbelebt. Seit 1994 ist der Wein f\u00fcr bestimmte Anbaugebiete klassifiziert, aber immer noch eine Seltenheit, da er nur bei wenigen Winzern zu finden ist.<br>Peter Schampera und Detlef Krischek machten uns mit den unten aufgef\u00fchrten \u201eneuen Alten\u201c und ehemals \u201evergessenen Rebsorten\u201c bekannt. 45 Personen waren anwesend.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Probenfolge:<br>1&nbsp; 2004er Samtrot Kabinett W\u00fcrttemberg<br>&nbsp; &nbsp;&nbsp;Weingut Heinrich, Heilbronn, Alkohol: 12%<br><br>2&nbsp; 2003er Tauberschwarz R\u00f6ttinger Feuerstein, QbA trocken, Barrique<br>&nbsp; &nbsp;&nbsp;Weingut Familie Hofmann, Franken, Alkohol: 13%<br><br>3&nbsp; 2004er Rivaner Hex vom Dasenstein, QbA halbtrocken<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Winzergenossenschaft Weinland, Baden, Alkohol: 12%<br><br>4&nbsp; 2004er Elbling Nitterler Leiterchen<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weingut&nbsp; Frieden-Berg, Nittel, Mosel-Saar-Ruwer, Alkohol: 12%<br><br>5&nbsp; 2003er Auxerroir Frei-Laubersheimer Fels, Auslese trocken<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weingut Ch.W.Bernhard, Rheinhessen, Alkohol: 14%<br><br>6&nbsp; 2001er Bacchus Kizinger Hofrat QbA (halbtrocken)<br>&nbsp; &nbsp;&nbsp;Weinbauverband Frankonia, Franken, Alkohol: 11,5%<br><br>7&nbsp; 2004er Hibernal Sp\u00e4tlese halbtrocken<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weingut Knab, Endingen, Baden, Alkohol: 14%<br><br>8&nbsp; 2004er Gelber Muskateller QbA (lieblich)<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weingut Korrell Johanneshof, Bad Kreuznach, Nahe, Alkohol: 7,5%<br><br>9&nbsp; 2003er Gew\u00fcrztraminer D\u00fcrkheimer Feuerberg Auslese<br>&nbsp; &nbsp;&nbsp;Pfalz, Alkohol: 10,5%<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Auswertung haben diese Weine die ersten Pl\u00e4tze belegt:<br>1. Platz: Nr. 1&nbsp; 2004er Samtrot Kabinett<br>2. Platz: Nr. 9&nbsp; 2003er Gew\u00fcrztraminer D\u00fcrkheimer Feuerberg Auslese<br>3. Platz: Nr. 5&nbsp; 2003er Auxerroir Frei-Laubersheimer Fels, Auslese trocken<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator aligncenter has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Weinreise W\u00fcrttemberg<br><\/strong>vom 01.05. bis 05.05.2005<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bericht von Heinz-Dieter Dreier.<br><br>W\u00fcrttemberg, das Land der Weine, das Land der schw\u00e4bischen Spezialit\u00e4ten Trollinger, Lemberger, Schwarzriesling, Sp\u00e4tburgunder, Schillerwein.<br>Bei den hellen Gew\u00e4chsen geben Riesling, M\u00fcller-Thurgau, Silvaner, Grauburgunder und Traminer den Ton an. Dar\u00fcber hinaus behaupten sich origin\u00e4re Z\u00fcchtungen aus W\u00fcrttemberg wie Kerner und Dornfelder. Da der W\u00fcrttemberger ein bekennender Weingenie\u00dfer ist, wundert es nicht, dass ein gro\u00dfer Teil der Ernte vor Ort getrunken wird und kaum au\u00dfer Landes kommt.<br>Diese Vorkenntnisse machten uns neugierig auf die \u201eWiege des W\u00fcrttemberger Weines\u201c und so fuhren 21 Mitglieder der Weinfreunde vom Hellweg e.V. nach Lauffen am Neckar in das \u201eW\u00fcrttembergische Unterland\u201c.<br><br>Im G\u00e4stehaus Kraft, unserem Quartier f\u00fcr die kommenden Tage, wurden wir freundlich empfangen. Das Hotel liegt oberhalb von Stadt und Neckartal in den Weinbergen. Nachdem alle Reiseteilnehmer ihre Zimmer bezogen hatten, begr\u00fc\u00dften uns der Vorsitzende der Weinfreunde und Organisator der Reise, Reiner Sch\u00e4fer und seine Frau Heidi bei Kaffee und Kuchen und stellten das Programm f\u00fcr die folgenden Tage vor.<br><br>Begleitet von unserem Weinbruder Herrn Karl-Ernst Schmitt von der Weinbruderschaft Heilbronn, der uns w\u00e4hrend der gesamten Exkursion mit fachkundigem Rat behilflich war, fuhren wir noch am gleichen Nachmittag mit einem angemieteten Bus, der uns w\u00e4hrend der gesamten Exkursion zur Verf\u00fcgung stand, zum \u201eBrackenheimer Weinfr\u00fchling\u201c der Weing\u00e4rtner Brackenheim eG., einer Vereinigung der Weing\u00e4rtner (die schw\u00e4bische Bezeichnung f\u00fcr Winzer) aus Brackenheim, Neipperg, Haberschlacht, Meinsheim und Botenheim. Der Kellermeister, Herr <em>Friedrich Hammel<\/em>, f\u00fchrte uns durch den ebenerdigen modernen Betrieb von beeindruckender Gr\u00f6\u00dfe (etwa 8,5 Millionen Liter Wein vorwiegend in Edelstahl-Gebinden). Interessant war f\u00fcr uns, dass der gr\u00f6\u00dfte Teil der Flaschen mit einem Drehverschlu\u00df ausgestattet war. Nach dem Rundgang genossen wir in der festlich geschm\u00fcckten Betriebshalle die hervorragenden Weine und das Essen der WG Brackenheim. Gro\u00dfer Sohn der Stadt ist Theodor Heuss, der am 31. Januar 1884 in Brackenheim geboren wurde. Nach 1945 war er einer der Gr\u00fcnder der FDP und ihr erster Bundesvorsitzender. Er war ma\u00dfgeblich an der Ausarbeitung des Grundgesetzes der BRD beteiligt. 1949 wurde er zum ersten Bundespr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt und blieb bis 1959 im Amt. Er blieb zeitlebens seiner Gemeinde treu und es wird berichtet, dass er seine bedeutenden Reden bei einem Viertele (oder auch mehreren) Lemberger schrieb.<br><br>Am n\u00e4chsten Morgen, Montag den 2. Mai, stand um 9 Uhr der Bus bereit zur Fahrt nach Weinsberg zum Staatsweingut. Bei einem Sektempfang (Muskateller Sekt \u201eM Secco\u201c) stellte Herr Dr. Blankenhorn die Aufgaben der Staatlichen Fachschule f\u00fcr Wein- und Obstbau Weinsberg vor. Hier werden qualifizierte Fachkr\u00e4fte in den Bereichen Rebenzucht, Pflanzenschutz, Brennerei, Marketing und Betriebswirtschaft ausgebildet. Nach einer 2-j\u00e4hrigen Ausbildungsdauer (Abschlu\u00df Fachhochschulreife und Ausbildereignung) k\u00f6nnen die Absolventen leitende Aufgaben sowohl im eigenen Betrieb als auch F\u00fchrungspositionen in den Bereichen Weinbau, Kellerwirtschaft und auch im Weinfachhandel \u00fcbernehmen.<br><br>Beim Rundgang durch den Betrieb und anschlie\u00dfender Verkostung konnten wir uns ein Bild machen \u00fcber die moderne Ausrichtung von Forschung und Leistungsstand der Fachschule. Anschlie\u00dfend hielt Herr <em>Dr. Hill<\/em> einen Vortrag \u00fcber die Z\u00fcchtung neuer Weinsorten. Wir erfuhren, dass die erfolgreichen Sorten Kerner und Dornfelder aus diesem Zuchtbetrieb stammen.<br>Herr Dr. Hill (Referat Rebenz\u00fcchtung und \u2013veredlung) erl\u00e4uterte die Methoden der Rebenz\u00fcchtung:<br>&nbsp;&#8211; Auslese, Selektion (Erhaltungs- und Klonenz\u00fcchtung)<br>&nbsp;&nbsp; Suche nach nat\u00fcrlichen kleinen Erbgutver\u00e4nderungen (Mutationen)<br><br>&nbsp;&#8211; Neukombinationen (Kreuzungsz\u00fcchtung)<br>&nbsp;&nbsp; Gezielte Erzeugung von neuer Erbgutzusammensetzung<br><br>&nbsp;&#8211; Mutationen durch Erbgutmanipulation<br>&nbsp;&nbsp; Physikalisch (Bestrahlung; W\u00e4rme), chemisch (Beeinflussung der Zellteilung)<br><br>&nbsp;&#8211; Biotechnologie<br>&nbsp;&nbsp; Effizienzsteigerung durch spezielle Kultivierungsbedingungen<br><br>&nbsp;&#8211; Gentechnologie<br>&nbsp;&nbsp; Gen- bzw. Genmanipulation; Gentransfer; Freisetzung transgener Reben<br><br>Aus der Kreuzungsz\u00fcchtung entstanden die neuen Sorten<br>&#8211; Acolon (Abstammung Bl. Limberger x Dornfelder)<br>&#8211; Cabernet Dorsa (Abstammung Dornfelder x Cabernet-Sauvignon)<br>&#8211; Cabernet Dorio (Abstammung Dornfelder x Cabernet-Sauvignon)<br>&#8211; Cabernet Cubin (Abstammung Bl. Limberger x Cabernet-Sauvignon)<br>&#8211; Palas (Abstammung Bl. Trollinger x Rubintraube)<br>&#8211; Cabernet Mitos (Abstammung Bl. Limberger x Cabernet-Sauvignon)<br>W\u00e4hrend des f\u00fcr jeden Weinliebhaber au\u00dferordentlich interessanten Vortrages haben wir die neuen Sorten sowohl als Z\u00fcchtungswein als auch Verkaufswein verkostet.<br><br>Dann ging es mit dem Bus weiter nach Heilbronn. Wir waren zum Mittagessen mit Weinprobe in der \u201eWein-Villa\u201c angemeldet. Es handelt sich um eine Villa aus dem Jahre 1873, die nach unterschiedlichen Nutzungen im Jahre 1960 durch die Stuttgarter Neckar AG erworben wurde und im Jahre 1995 von der Stadtsiedlung Heilbronn f\u00fcr ca. 3 Millionen DM restauriert wurde. Seitdem wird sie als Repr\u00e4sentationsgeb\u00e4ude der Weinwirtschaft genutzt. Die Weinprobe wurde gekonnt und humorvoll von Herrn Haag pr\u00e4sentiert.<br><br>Ges\u00e4ttigt und in guter Stimmung wurden wir bereits von einer Stadtf\u00fchrerin erwartet, die in den Farben der Stadt Heilbronn gekleidet war. Wir schlenderten durch die Stadt, h\u00f6rten viel \u00fcber die Stadtgeschichte. Die Stadt Heilbronn wurde in den letzten Kriegstagen fast total zerst\u00f6rt, der Wiederaufbau erfolgte nach den Erfordernissen der Nachkriegszeit. Am Schluss der F\u00fchrung besuchten wir die Kilianskirche. Danach entspannten wir uns bei einer Tasse Kaffee auf dem Platz des \u201eK\u00e4thchen von Heilbronn\u201c. Das Abendessen nahmen wir in dem Panorama-Hotel auf dem Wartberg in Heilbronn ein.<br><br>Am Dienstag, dem 3.5, wartete der Bus bereits um 9 Uhr zur Fahrt nach Beilstein zum Weingut Amalienhof. Bei leider regnerischem Wetter erfuhren wir von <em>Herrn Gro\u00df<\/em> bei der Weinbergswanderung von der Entstehung und Philosophie der Besitzer, der Familie Gerhard Strecker. Als Ausbilder an der Weinbauschule Weinsberg wollte er damals die Theorie in die Praxis umsetzen und beschloss, zun\u00e4chst nebenberuflich, sein eigenes Weingut zu gr\u00fcnden. Nachdem er bereits verschiedene Weinberge bearbeitet hatte, kaufte er Anfang der 1970er Jahre den Beilsteiner Steinberg, das historische Rittergut derer von Helfenberg. Ab dem Jahre 1972 wurde der Amalienhof, eine ca. 30 ha gro\u00dfe Einzellage, auf eine, f\u00fcr die damalige Zeit revolution\u00e4re Art und Weise neu angelegt. Danach begann Herr Strecker mit seinen Z\u00fcchtungsmethoden. Er s\u00e4te nach der Ernte Tausende von Traubenkernen, um eine verbesserte Rebsorte zu erhalten. Die meisten der dadurch entstandenen S\u00e4mlinge wurden verworfen, und nur solche stehen gelassen, die sich nach seinen Vorstellungen entwickelten. Nach diesem Ausleseprozess verblieben weniger als 1% der jungen Reben, welche dann anschlie\u00dfend durch Aufpfropfen auf amerikanische Unterlagsreben veredelt wurden. Somit ist es gelungen, aus diesen nat\u00fcrlich vermehrten Pflanzen widerstandsf\u00e4hige Reben zu selektieren, deren Weine h\u00f6here Extrakte als vergleichbare Elternteile aufweisen. Sichtbares Zeichen dieses Zuchterfolges sind die von uns verkosteten Sorten Bariton und Wildmuskat, letzterer erhielt im September 2003 vom Bundessortenamt den Sortenschutz.<br><em>Herr<\/em> <em>Gro\u00df<\/em> pr\u00e4sentierte nach dem Rundgang in den R\u00e4umen des Gutes eine Weinprobe mit einer weiteren Auswahl der Weine des Gutes. Zum Mittagessen gab es schw\u00e4bische Maultaschen in mehreren Variationen.<br>Anschlie\u00dfend erwartete uns eine besondere \u00dcberraschung. Auf Empfehlung von Herrn Schmitt erlebten wir eine hervorragende Weinprobe im Weingut Kistenmacher &amp; Hengerer. Seit \u00fcber 500 Jahren betreiben die Familien Hengerer u. Kistenmacher Weinbau in Heilbronn. Das Weingut in seiner jetzigen Form besteht seit 1958. Im Jahre 1994 \u00fcbernahm Sohn Hans den Betrieb von seinen Eltern. Bei der Pflege der ca. 8 ha gro\u00dfen Rebfl\u00e4che betreibt er einen gro\u00dfen Aufwand; einer intensiven Laubarbeit folgt die Ernte von Hand. Die Reben haben ein Durchschnittsalter von 22 Jahren, was zwar einen geringen Ertrag, daf\u00fcr jedoch qualitativ hochwertiges Lesegut bedeutet.<br>Herr <em>Hans Hengerer<\/em> geh\u00f6rt zur Gruppe der \u201eJunge Schwaben\u201c, f\u00fcnf junge Winzer, die es sich zum Ziel gesetzt haben, unverwechselbare, urspr\u00fcngliche und ungeschminkte Weine auf hohem Niveau zu machen. Die Gruppe tauscht Erfahrungen aus, diskutiert, um noch besser zu werden und erweitert auf Weinreisen den eigenen Horizont.<br>Nach den Anstrengungen dieses Tages fuhren wir zur\u00fcck nach Lauffen. Eine Erholungspause war dringend geboten, denn der Abend erwartete uns mit einer Weinprobe und einem vorz\u00fcglichem Buffet in der Lauffener Weing\u00e4rtnergenossenschaft eG. Der Probenleiter, Herr Ulrich Maile, Weinbaumeister und Vorstandsvorsitzender, erl\u00e4uterte bei einem Sektempfang die Daten seines Betriebes. Die Weing\u00e4rtnergenossenschaft wurde 1935 gegr\u00fcndet. Sie geh\u00f6rt 630 Mitgliedern, die zusammen eine Rebfl\u00e4che von ca. 560 ha, davon 50 ha terrassierte Steillagen, bewirtschaften. Es werden 92 % Rotweinsorten und 8 % Wei\u00dfwein angebaut. (Zum Vergleich: in der BRD werden etwa 60-70 % Wei\u00dfwein angebaut). Die Erntemenge betr\u00e4gt im mehrj\u00e4hrigen Durchschnitt 7 \u2013 8 Mio kg Trauben, aus denen 6 Mio Liter Wein mit einem Umsatz von 21 Mio \u20ac verkauft werden. Die Genossenschaft bestimmt den Lesezeitpunkt, weiterhin ist jeder Winzer dem Vorstand der Genossenschaft gegen\u00fcber weisungsgebunden. Nur so werden die hervorragenden Weine produziert, die als Katzenbei\u00dfer bekannt sind. Die Genossenschaft hat ebenfalls die Serie \u201eSchw\u00e4bische Poeten \u2013 jede Flasche ein Gedicht\u201c kreiert. Unter diesem Motto wurden Wilhelm Hauff, Friedrich H\u00f6lderlin, Eduard M\u00f6rike und Ludwig Uhland zu Paten dieser trockenen Pr\u00e4dikatsweine.<br><br>Zum unbedingten \u201eMuss\u201c einer Weinreise nach W\u00fcrttemberg geh\u00f6rt der Besuch des Weingutes des Grafen Adelmann. Also fuhren wir am folgenden Morgen, Mittwoch 4. Mai 2005, nach Klein-Bottwar zu dem VDP Pr\u00e4dikatsweingut auf Burg Schaubeck. Das Weingut liegt idyllisch in einem weitl\u00e4ufigen Park, bestanden mit uralten Baumriesen. In 3. Generation f\u00fchrt Michael Graf Adelmann seit 1978 das traditionsreiche Weingut (ca. 20 ha). Seine Leidenschaft gilt den Rotweinen, die einen Anteil von ca. 62 % haben. Schon seit 1981 baut er seine besten Lemberger, Sp\u00e4tburgunder, Clevner und Samtrotweine im kleinen neuen Eichenfass aus. Bei einer von Herrn Gert Hiller kommentierten Weinprobe verkosteten wir die unter dem Markennamen \u201eBr\u00fcsseler Spitze\u201c (bester Wein des Jahrgangs), \u201eder L\u00f6we von Schaubeck\u201c, \u201eHerbst im Park\u201c und&nbsp; dem roten Spitzenprodukt \u201eCuv\u00e9e Vignette\u201c bekannten Rotweine sowie drei hervorragende Rieslingweine.<br><br>Mittags f\u00fchrte uns die Fahrt weiter nach Vaihingen\/Enz. Wir wurden dort im christlichen Jugenddorf auf Schloss Kaltenstein zum Mittagessen erwartet.&nbsp; Bei einem anschlie\u00dfenden Rundgang erl\u00e4uterte uns <em>Herr Berenz<\/em> die Aufgaben der Einrichtung.<br>Dem Leitgedanken verpflichtet: \u201eKeiner darf verloren gehen!\u201c wurde das CJD Jugenddorf 1949 als Einrichtung des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands e.V. gegr\u00fcndet. Zun\u00e4chst erhielten hier in der Nachkriegszeit heimatlose Jugendliche eine Berufsausbildung und Hilfen zur Selbst\u00e4ndigkeit. Sp\u00e4ter leistete das Jugenddorf schulische und berufliche sowie gesellschaftliche Integrationsarbeit f\u00fcr Sp\u00e4taussiedler und Fl\u00fcchtlinge aus politischen Brennpunkten der Welt. Heute werden ca. 300 lernbehinderte und sozial benachteiligte Jugendliche beherbergt, die hier eine Berufsausbildung in den eigenen Werkst\u00e4tten bzw. in der Hauswirtschaft erfahren oder eine Berufsfindung im F\u00f6rderlehrgang absolvieren.<br>An der S\u00fcdseite des Schlosses Kaltenstein w\u00e4chst an terrassiertem Steilhang direkt \u00fcber dem Wasser der Enz ein vorz\u00fcglicher Wein. Die Bearbeitung erfolgt unter Einbeziehung der Jugendlichen ausschlie\u00dflich von Hand. In trockenen Jahren erm\u00f6glicht eine selbstgebaute Tr\u00f6pfchenbew\u00e4sserungsanlage die Zuf\u00fchrung von Wasser. Die ausschlie\u00dflich trocken ausgebauten Weine wurden von uns im Festsaal des Schlosses verkostet. Es waren herrliche Trollinger und Lemberger sowie vorz\u00fcgliche Rieslingweine. Als besondere Spezialit\u00e4t wurde uns der Schillerwein vorgestellt. Um die Arbeit des CJD zu unterst\u00fctzen, besteht die M\u00f6glichkeit der Mitgliedschaft im Kreis der \u201eKaltensteiner Weinfreunde\u201c (Abnahme 12 Flaschen\/Jahr).<br><br>Der letzte Abend unserer Weinreise 2005 stand traditionell im Zeichen einer Weingala. Im Festsaal des Hotel Adler in Botenheim genossen wir ein vorz\u00fcgliches 5-G\u00e4nge-Men\u00fc mit ausgesuchten Weinen, die kurzweilig von Herrn Hammel von der WG Brackenheim kommentiert wurden. Anwesend waren auch Herr Schmitt mit Gattin, dem unser besonderer Dank f\u00fcr die gute Betreuung galt.<br><br>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck am Donnerstag, dem 5. Mai, waren sich alle Teilnehmer dar\u00fcber einig, dass wir wieder einmal eine gelungene und interessante Exkursion erlebt haben. Unser Dank gilt Heidi und Reiner Sch\u00e4fer f\u00fcr die sorgf\u00e4ltige Vorbereitung der Reise und die umsichtige Reiseleitung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator aligncenter has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Mitgliederversammlung<br><\/strong>Donnerstag, 30.06.2005 in der Kleingartenanlage \u201eLebensfreude\u201c in Unna<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator aligncenter has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Sommerweine<br><\/strong>Donnerstag, 11.08.2005<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator aligncenter has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p><strong>VDP-Weing\u00fcter<br><\/strong>Donnerstag, 15.09.2005<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator aligncenter has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Herzinfarkt (?)<br><\/strong>Donnerstag, 13.10.2005<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator aligncenter has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Sinnesfreuden \u2013 Champagner-Probe<br><\/strong>Donnerstag, 17.11.2005 im Atelier der Lindenbrauerei Unna<\/p>\n\n\n\n<p>Der Champagner&nbsp; verdankt seinen Namen der Champagne, einem Landstrich im Norden Frankreichs, knapp 145 km \u00f6stlich von Paris. Drei Rebsorten k\u00f6nnen f\u00fcr die Herstellung des perlenden Weins verwendet werden:<br><br>&nbsp;&#8211; Chardonnay \u2013 wei\u00df<br>&nbsp;&#8211; Pinot-Noir (Sp\u00e4tburgunder) \u2013 rot<br>&nbsp;&#8211; Pinot Meunier (M\u00fcllerrebe oder Schwarzriesling) \u2013 rot<br><br>Der Charakter des jeweiligen Champagners wird durch die Mischung der drei Sorten bestimmt. In ihm k\u00f6nnen aber nicht nur verschiedene Weine, sondern auch verschiedene Jahrg\u00e4nge enthalten sein. Weltweit steht Champagner als Symbol f\u00fcr Luxus, Eleganz und Exklusivit\u00e4t. Die kundigen Referenten, die uns u.a. \u00fcber das Anbaugebiet und \u00fcber die komplizierten Herstellungsmethoden informierten, waren unsere Mitglieder Horst Pieper und Reiner Sch\u00e4fer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Probenfolge:<br>1&nbsp; 2004er Chardonnay, Vin de Pays de Thau, Languedoc<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; La Cave \u201eLes Costieres de Pomerols\u201c, Alkohol: 13%<br><br>2&nbsp; 2002er Pinot Noir, \u201eLaforet\u201c, Beaune, Cote d\u00b4Or<br>&nbsp; &nbsp;&nbsp;AC Bourgogne, Joseph Drouhin, Alkohol:12,5%<br><br>3&nbsp; 2001er Schwarzriesling (Pinot Meunier) H\u00e4fenhalslacher Heiligenberg, Kabinett trocken<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; WG Sonnenhof, Vaihingen\/Enz, W\u00fcrttemberg, Alkohol: 11,5%<br><br>4&nbsp; Duc de Garcy, Grande Reserve Brut, Champagne, Alkohol: 12%<br><br>5&nbsp; Veuve Pol Baron, Grande Reserve Brut, Champagne, Alkohol: 12%<br><br>6&nbsp; Heidsieck Momopole, Red Top, Brut, Champagne, Alkohol: 12%<br><br>7&nbsp; Consulat Palace, Cuvee Prestige, Brut, Champagne, Alkohol: 12%<br><br>8&nbsp; Pommery, Brut Royal, Champagne, Alkohol: 12,5%<br><br>9&nbsp; Jacquart Cuvee Mosaique, Champagne, Alkohol: 12,5%<br><br>Bewertungsergebnisse: (nur Champagner)<br>1. Platz: Nr. 9&nbsp; Jacquart Cuvee Mosaique<br>2. Platz: Nr. 5&nbsp; Veuve Pol Baron, Grande Reserve Brut<br>3. Platz: Nr. 6&nbsp; Heidsieck Momopole, Red Top, Brut<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator aligncenter has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Weingala<br><\/strong>Samstag, 03.12.2005 in der festlich geschm\u00fcckten Cafeteria der Stadtwerke Unna<\/p>\n\n\n\n<p>Gibt es etwas Sch\u00f6neres als in diesen Tagen mit Weinfreunden um einen festlich gedeckten Tisch zu sitzen, mit Kerzenschein und Harfenkl\u00e4ngen im Hintergrund?<br>Schon einige Wochen vorher trafen sich einige Weinfreunde und \u00fcberlegten, welches Men\u00fc sie uns an diesem Abend servieren sollten. Sollte es Pute, Fisch, Wild oder vielleicht Tafelspitz sein? Sie entschieden sich f\u00fcr eine Vorspeise, eine kr\u00e4ftige klare Br\u00fche mit Einlage, Tafelspitz mit kleinen Kartoffeln und Gem\u00fcse, und eine sehr leckere Nachspeise.<br>Unsere Kellermeister, Ralf Tegethoff und Detlef Krischek w\u00e4hlten die dazu passenden Weine aus.<br>Zur Einstimmung h\u00f6rten wir Harfenmusik, u.a. von Haydn, gespielt von zwei jungen Damen, Felicia Kn\u00fchl und Lucia Mayr, aus Fr\u00f6ndenberg, erfolgreiche Teilnehmerinnen bei \u201eJugend musiziert\u201c.<br>Au\u00dferdem las Karin Kotsch aus dem Buch: \u201eMaria, Ihm schmeckt\u2019s nicht!\u201c von Jan Weiler, vor und zitierte ein Gedicht von Heinz Erhard:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Weihnachtsgans\u201c<br><br>Tiefgefroren in der Truhe<br>liegt die Gans aus D\u00e4nemark.<br>Vorl\u00e4ufig l\u00e4sst man in Ruhe<br>sie in ihrem wei\u00dfen Sarg.<br><br>Ohne Kopf, Hals und Gekr\u00f6se<br>liegt sie neben dem Spinat.<br>Ob sie wohl ein wenig b\u00f6se<br>ist, dass man sie schlachten tat?<br><br>Oder ist es nur zu kalt ihr,<br>man sieht&#8217;s an der G\u00e4nsehaut.<br>Na, sie wird bestimmt nicht alt hier<br>morgen wird sie aufgetaut.<br><br>Hm, welch Duft zieht aus dem Herde,<br>durch die ganze Wohnung dann.<br>Mach, dass gut der Braten werde \u2014<br>Morgen kommt der Weihnachtsmann<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgew\u00e4hlte Weine zum Men\u00fc:<br>2004er Wei\u00dfburgunder Sekt brut, Weingut Sin\u00df \/ Nahe<br>2004er Lemberger Wei\u00dfherbst QbA trocken, Weingut Sin\u00df \/ Nahe<br>2004er Lemberger Wei\u00dfherbst, Weingut Birkert \/ W\u00fcrttemberg<br>2004er Gr\u00fcner Veltliner Federspiel, trocken, Weingut Birkert \/ W\u00fcrttemberg<br>2004er Gr\u00fcner Veltliner, Freie Weing\u00e4rtner, Wachau<br>2002er Sp\u00e4tburgunder \u201eC\u201c trocken, Holzfasslagerung, Weingut Sin\u00df \/ Nahe<br>2004er Bacchus und Optima Sp\u00e4tlese, Weingut Sin\u00df \/ Nahe<\/p>\n\n\n\n<p>Der Pessimist sagt zum Leben nein \u2013 der Realist sagt zum Leben ja<br>Der Optimist sagt \u201ezum Wohl\u201c!<br><br>Das Men\u00fc<br>Vorspeise:<br>&nbsp;&#8211; Forellen Praline mit Preiselbeermerrettich<br>&nbsp;&#8211; Roulade vom R\u00e4ucherlachs mit Frischk\u00e4se<br>&nbsp;&#8211; Terrine von der Lachsforelle in Kr\u00e4uterjoghurt<br><br>Suppe:<br>&nbsp;&#8211; Klare Rindfleischbr\u00fche mit Einlage<br><br>Hauptgericht:<br>&nbsp;&#8211; Tafelspitz \u00d6sterreichische Art&nbsp; mit Apfelmeerrettich<br>&nbsp;&#8211; Blumenkohl, Brokkoli und Kartoffeln<br><br>Dessert:<br>&nbsp;&#8211; Wei\u00dfe Mousse au chocolat an Heidelbeerso\u00dfe<br><br>Zu den Weinen des Abends gibt es zu vorger\u00fcckter Stunde eine Auswahl von besonderen K\u00e4sesorten.<br>Das Men\u00fc haben f\u00fcr Sie zubereitet: Andreas Breier, Peter Bernhardt, Silke Kleineweischede, Susanne Schuchardt, der Wirt des Stiftskellers in Fr\u00f6ndenberg und Heidi Sch\u00e4fer<\/p>\n\n\n\n<p>Gedicht \u201eMan nehme\u201c (Katharina Elisabeth Goethe &#8211; Mutter v. Johann Wolfgang von Goethe)<br><br>Man nehme 12 Monate,<br>putze sie ganz sauber von Bitterkeit,<br>Geiz, Pedanterie und Angst,<br>und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,<br>so dass der Vorrat genau f\u00fcr ein Jahr reicht.<br>Es wird ein jeder Tag einzeln angerichtet<br>aus einem Teil Arbeit<br>und zwei Teilen Frohsinn und Humor.<br><br>Man f\u00fcge drei geh\u00e4ufte Essl\u00f6ffel Optimismus hinzu,<br>einen Teel\u00f6ffel Toleranz,<br>ein K\u00f6rnchen Ironie und eine Prise Takt.<br>Dann wird das Ganze<br>sehr reichlich mit Liebe \u00fcbergossen.<br><br>Das fertige Gericht schm\u00fccke man<br>mit einem Str\u00e4u\u00dfchen kleiner Aufmerksamkeiten<br>und serviere es t\u00e4glich mit Heiterkeit!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pf\u00e4lzer Barrique-ForumDonnerstag, 27.01.2005 im Atelier der Lindenbrauerei Unna Das 1993 gegr\u00fcndete Pf\u00e4lzer Barrique-Forum e.V. ist eine Vereinigung von Winzern und Weinfreunden, die sich dem Ausbau Pf\u00e4lzer Spitzenweine im kleinen Eichenholzfass verschrieben haben. 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