{"id":5145,"date":"2025-01-02T17:44:25","date_gmt":"2025-01-02T16:44:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weinfreunde-vom-hellweg.de\/alex\/wordpress\/?page_id=5145"},"modified":"2025-01-02T18:14:20","modified_gmt":"2025-01-02T17:14:20","slug":"weinreise-slowenien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.weinfreunde-vom-hellweg.de\/alex\/wordpress\/?page_id=5145","title":{"rendered":"Weinreise Slowenien"},"content":{"rendered":"\n<p>Dienstag, 04.10.2016 bis Dienstag, 11.10.2016<\/p>\n\n\n\n<p>Im Herzen Europas, wo die Alpen auf das Mittelmeer, die Pannonische Ebene und die Karstwelt treffen, liegt Slowenien. Das kleine gr\u00fcne Land erstreckt sich auf einer Gesamtfl\u00e4che von 20.273 km\u00b2. Dort leben gastfreundliche, aufrichtige und arbeitsame Menschen.<br>In einem kleinen Teil Europas hat die Natur eine besonders vielf\u00e4ltige Landschaft in sich vereint und verflochten. M\u00e4chtige Alpengipfel mit steilen Felsw\u00e4nden, tiefe Karsth\u00f6hlen und Sch\u00e4chte, sanftes H\u00fcgelland und weite Ebenen \u2013 all dies macht die Sch\u00f6nheit Sloweniens aus. Eingebettet in diese Landschaften liegen sch\u00f6ne Seen und dahinpl\u00e4tschernde B\u00e4che, beeindruckend sind auch die Stille der W\u00e4lder und das Tosen der Meeresbrandung. Geographisch gesehen liegt Slowenien am Knotenpunkt der Alpen, des Mittelmeeres, der Pannonischen Ebene und der Dinarischen Bergwelt, die alle das slowenische Landschaftsbild pr\u00e4gen.<br>Kunst und Kultur haben einen besonderen Platz in der slowenischen Geschichte, da sie den Slowenen doch in vielerlei Hinsicht geholfen haben, die fehlenden nationalen, politischen und Regierungsinstitutionen zu ersetzen. Daher ist es verst\u00e4ndlich, dass die Slowenen auch noch heutzutage eine sehr intensive Beziehung zur nationalen Kultur haben. Der Stolz auf die nationale Kultur ist in gro\u00dfem Ma\u00dfe noch immer Ersatz f\u00fcr den einstigen Mangel an nationaler Souver\u00e4nit\u00e4t. Slowenien ist h\u00f6chstwahrscheinlich das einzige Land der Welt, das einen Nationalfeiertag hat, der der Kultur gewidmet ist.<br>Slowenien, das 1991 seine Unabh\u00e4ngigkeit erkl\u00e4rte, hat zwar keine so \u00fcberw\u00e4ltigende Geschichte wie gr\u00f6\u00dfere europ\u00e4ische Nationen, doch ist diese trotz allem von gro\u00dfer Bedeutung. F\u00fcr zahlreiche Kenner ist es sogar eine \u00dcberraschung, dass ein so kleines Volk ohne eigene K\u00f6nige und ber\u00fchmte Feldherren \u00fcberhaupt entstehen, bestehen bleiben und den Weg in die Unabh\u00e4ngigkeit einschlagen konnte. Doch dies ist neben der Kultur und der gemeinsamen Sprache eine Folge der Z\u00e4higkeit und Entschlossenheit der slowenischen Bev\u00f6lkerung, die schon seit Jahrhunderten in diesem gr\u00fcnen Flecken Europas lebt.<br>Bei dem Genuss von typischen slowenischen Gerichten kann einem klar werden, woher die Redensart \u201eLiebe geht durch den Magen\u201c gekommen sein k\u00f6nnte. Die Gaumenfreuden slowenischer K\u00fcche, deren Geheimnisse aus alten Rezepten stammen, sind jetzt fast \u00fcberall pr\u00e4sent. Die kulinarische Tradition lebt in Familiengasth\u00e4usern, den Buschensch\u00e4nken besonderer Art (Osmica), den touristischen Bauernh\u00f6fen und in vielen Gasth\u00f6fen auf dem Lande fort.<br>Die Teilnehmer erlebten, dass es in Slowenien ein tolles Angebot an schmackhaften und vielf\u00e4ltigen Gerichten gibt, und die slowenischen Weine begeistern auch die anspruchsvollsten Kenner des edlen Tropfens.<br>F\u00fcr den Weinanbau gibt es in Slowenien ideale Voraussetzungen. Weinkenner z\u00e4hlen einige slowenische Weinbaulagen aufgrund des Klimas, der Zusammensetzung des Bodens und der Lage zu den besten weltweit. Die hervorragenden nat\u00fcrlichen Bedingungen f\u00fcr die Weinherstellung werden erg\u00e4nzt durch zahlreiche engagierte oft junge slowenische Winzer, die ihr Handwerk innovativ und bestens beherrschen und die fr\u00fcher sozialistisch gepr\u00e4gte Weinherstellung revolutioniert haben.<br>In Slowenien werden j\u00e4hrlich 80 bis 100 Millionen Liter Wein hergestellt, was nur einen geringf\u00fcgigen Anteil der weltweiten Weinproduktion ausmacht. Doch slowenische Weine sind im globalen Ma\u00dfstab hinsichtlich ihrer Qualit\u00e4t und dem Geschmack umso bedeutender und herausragender. Fast 70 % der slowenischen Weinsorten erf\u00fcllen die Kriterien f\u00fcr Qualit\u00e4ts- und Spitzenweine, wozu sicherlich auch die nach der Unabh\u00e4ngigkeit sich hoch entwickelte Weinkultur und die hohen Anforderungen der Weinkonsumenten beitragen.<br>Slowenische Weine \u00fcberzeugen mittlerweile problemlos jeden anspruchsvollen Weinkenner. Die Auswahl umfasst sowohl Wei\u00df- als auch Rotweine, Weine mit mildem oder \u00fcppigem Aroma und mit kr\u00e4ftigem, vollem oder leichtem Geschmack. In Slowenien werden vorwiegend Wei\u00dfweine hergestellt (ca. 70 %). Die Weine werden \u00fcberwiegend trocken ausgebaut, doch auch halbtrockene Weine bis hin zu s\u00fc\u00dfen Weinen sind vertreten sowie Schaum-, Perl- oder Lik\u00f6rweine.<br>Slowenien hat drei Weinbauregionen mit 14 Weingebieten, durch die z. T. malerische Weinstra\u00dfen f\u00fchren. Die Weinbauregion Podravje (Land an der Drau) im \u00f6stlichen Teil Sloweniens ist vor allem f\u00fcr ihre wei\u00dfen Weinsorten bekannt. Am weitesten verbreitet ist der Welschriesling, doch auch der Chardonnay und Sauvignon sind hier beliebte Weinsorten. Das sind Wei\u00dfweine die auch im S\u00fcdosten des Landes, in der Weinbauregion Posavje (Land am Sava-Fluss), angebaut werden. In diesem Teil des Landes spielen aber auch Rotweine, z. B. der Blaufr\u00e4nkisch, eine wichtige Rolle. In der Weinbauregion Primorska (K\u00fcstengebiet) im Westen des Landes werden neben verschiedenen international bekannten Weinsorten auch einige lokale und autochthone Weinsorten angebaut. Unter anderem erw\u00e4hnenswert sind der Zelen und die Pinela aus dem Weinbaugebiet Vipavatal. Eine Besonderheit ist auch der Teran aus dem Karster Weinbaugebiet.<br>Die Verkostung slowenischer Sortenweine war jedoch erst der Anfang unserer Entdeckungsreise, da es auch zahlreiche hervorragende Cuv\u00e9e-Weine (z. B. den Cvi\u010dek aus dem Weinbaugebiet Unterkrain) gibt.<br>Was in diesem Land von den Illyrern und Kelten eingef\u00fchrt, von den R\u00f6mern gef\u00f6rdert und seither von den Slawen und Slowenen gepflegt wurde, konnte gar nicht entt\u00e4uschen. Weinkeller in den slowenischen Weinregionen sind wahre Orte f\u00fcr das Probieren von hervorragenden autochthonen Wei\u00df- und Rotweinen sowie von Weinen mit gesch\u00fctzter Ursprungsbezeichnung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Tag, Dienstag, 4.10.2016<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fch am Morgen trafen sich 32 Teilnehmer, um mit dem Bus zum Flughafen K\u00f6ln-Bonn zu fahren. Der Transfer zum Flughafen verlief trotz dichtem Verkehr problemlos. Auf dem Flughafen war aber Warten angesagt, denn aufgrund eines technischen Problems verschob sich unser Flug nach Klagenfurt mit Germanwings 4U284 (planm\u00e4\u00dfige Flugzeit: 10.35 Uhr bis 11.55) um mehr als 2 Stunden. Aufgrund der Verschiebung konnten wir unseren Zeitplan f\u00fcr den ersten Tag nicht mehr einhalten. Die am sp\u00e4ten Nachmittag vorgesehene F\u00fchrung und Weinverkostung in der \u201eAlten Rebe\u201c wurde auf den n\u00e4chsten Tag verschoben. Um ca. 14:45 Uhr erreichten wir Klagenfurt, wo wir nicht nur Simon, unseren Busfahrer f\u00fcr die gesamte Reise, sondern auch zwei weitere Teilnehmer, die mit dem Auto angereist waren, begr\u00fc\u00dfen konnten. Nach einem 2,5 st\u00fcndigen Bustransfer erreichten wir unser Quartier f\u00fcr die n\u00e4chsten drei Tage, das modern ausgestattete Hotel City Maribor.<br>Nachdem alle sich in ihren Zimmern eingerichtet und frisch gemacht hatten, trafen wir uns im Restaurantbereich zu Sekt und Fingerfood. Hermann begr\u00fc\u00dfte noch einmal alle Reiseteilnehmer und stellte unsere Reisef\u00fchrerin f\u00fcr die gesamte Woche, Mateja Kregar, vor. Gegen 18 Uhr f\u00fchrte uns Blanka, eine \u00f6rtliche Reisef\u00fchrerin, durch den zentralen Teil des alten Stadtzentrums. Die steirische Metropole Maribor (fr\u00fcher Marburg an der Drau) ist mit 95.000 Einwohnern das zweitgr\u00f6\u00dfte Zentrum Sloweniens und liegt am Fu\u00df des gr\u00fcnen Pohorje-Gebirges, einem erschlossenen touristischen Gebiet. Die weiten Weinberge, die sich vom Stadtrand \u00fcber die H\u00fcgel um Maribor erheben, sind von mehr als 50 Kilometer Weinstra\u00dfen durchzogen. Hier reihen sich Buschensch\u00e4nken und touristische Bauernh\u00f6fe aneinander, die mit vorz\u00fcglichen heimischen Tropfen und kulinarischen Speisen die Reisenden anlocken.<br>Bei beginnender Dunkelheit lernten wir nicht nur die wichtigsten Sehensw\u00fcrdigkeiten Maribors, mit dem architektonischen Reichtum der vergangenen Jahrhunderte, der sich an den Fassaden der H\u00e4user abspiegelt, kennen, sondern konnten auch viele Einzelheiten zur Geschichte der Stadt sowie zur sozialen und politischen Entwicklung von Slowenien und Maribor erfahren. Maribor wurde zur Alpenstadt des Jahres 2000 gek\u00fcrt und war 2012 Kulturhauptstadt Europas.<br>Gegen 19:30 Uhr kehrten wir im Fischrestaurant Novi Svet ein, wo wir ein mehrg\u00e4ngiges Fischmen\u00fc einschl. Hauswein zu uns nahmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Tag, Mittwoch, 05.10.2016<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fuhren wir um 8:30 Uhr zur Weinbauschule Gut Meranovo in der N\u00e4he von Limbu\u0161, die wir gegen 9 Uhr erreichten.<br>Erzherzog Johann w\u00e4hlte die Umgebung von Pekre und Limbu\u0161 als Zentrum, wo er versuchsweise Rebsorten der Rheingegend anbauen wollte. Im Jahre 1822 kaufte er ein Gut, das jetzt unter dem Namen Meranovo bekannt ist. 1823 begann er mit der Anpflanzung neuer Rebsorten in Pekre. Die erste Weinlese im Jahre 1826, an der der Erzherzog pers\u00f6nlich teilnahm, erwies sich als sehr erfolgreich. Seither weilte er \u00f6fters hier. Die Weinberge und das Weingut erhielten ein so hohes Ansehen, dass auf dem Gut Meranovo im Jahre 1832 eine Weinbauschule gegr\u00fcndet wurde. Die Weinbauschule auf dem Weingut Meranovo geh\u00f6rt heute mit einer Fl\u00e4che von 15 ha zur Fakult\u00e4t Obst- und Weinbau der Universit\u00e4t f\u00fcr Landwirtschaft in Maribor. An dieser Fakult\u00e4t studieren j\u00e4hrlich 15-20 Studenten das Fach Weinbau.<br>Bei herrlichem Wetter besichtigten wir das Weingut und die Versuchs- und Erhaltungsrebanlagen, in der durch Studenten gerade die Weinlese durchgef\u00fchrt wurde. Anschlie\u00dfend konnten wir im Keller eine Reihe der dort produzierten Weine verkosten.<br>In guter Stimmung fuhren wir um 11 Uhr weiter nach Zgornja Kungota, wo wir gegen 12 Uhr das Weingut Doppler erreichten.<br>Das Weingut Doppler bewirtschaftet heute 9 Hektar Rebfl\u00e4che. Es befindet sich in einer H\u00f6he von 380 Metern \u00fcber dem Meeresspiegel auf der Spitze eines Weinh\u00fcgels mit einer traumhaften 360 Grad Rundumsicht zu den \u0160entilj-H\u00fcgeln auf der einen und ins Pesnica-Tal (P\u00f6\u00dfnitztal) auf der anderen Seite.<br>Die Inhaberin und sympathische Winzerin Mihaela Krsnik Kop\u0161e begr\u00fc\u00dfte uns in diesem Ambiente unter freiem Himmel bei strahlendem Sonnenschein mit ihrem Spitzensekt DIONA brut und Fingerfood. Mihaela erz\u00e4hlte uns, dass sie an dieser Stelle seit 2002 eine Weinbautradition fortf\u00fchrt, die bereits ihre Mutter Veronika Krsnik vom Gro\u00dfvater Ivan Doppler geerbt hat, der die Weinberge auf dem H\u00fcgel von Pesnica (P\u00f6\u00dfnitz) 1938 dem Benediktinerkloster Admont abgekauft hat. Das Kloster Admont hatte hier bereits seit 1815 Weinbau betrieben. Nach der Begr\u00fc\u00dfung f\u00fchrte uns Mihaela in das neu erbaute Geb\u00e4ude, in dem sich in 5 Metern Tiefe einer der modernsten Weinkeller Europas befindet. Alle Teilnehmer waren nicht nur von der Architektur und der neusten Kellertechnik, sondern insbesondere auch von dem geschmackvollen Zusammenspiel aus Beton, Holz und Kunst, insbesondere im beeindruckenden Probierraum, begeistert.<br>Begleitet von einem kalten Buffet konnten wir uns im Rahmen einer Weinprobe von der Spitzenqualit\u00e4t der dort hergestellten Weine \u00fcberzeugen. Besonders beeindruckt hat der in der Magnumflasche abgef\u00fcllte trockene gereifte Spitzenwei\u00dfwein \u201e360o\u201c, ein Sauvignon aus alten Reben mit einer Ertragsbegrenzung auf 30 hl\/ha und sorgf\u00e4ltig selektierten Trauben, deren G\u00e4rung in Holzf\u00e4ssern stattfindet und anschlie\u00dfend auf der Feinhefe noch 18 Monate im kleinen und gro\u00dfen Holzfass reifen. Bemerkenswert ist auch das Rundum-Flaschenetikett, das den beeindruckenden Standort des Weingutes widerspiegelt.<br>Unsere Reisegruppe war sich einig, dass der Besuch des Weingutes Doppler sicherlich einen der H\u00f6hepunkte unserer Reise darstellte.<br>Obwohl die meisten Teilnehmer gern noch l\u00e4nger geblieben w\u00e4ren, hie\u00df es um ca. 14.30 Uhr Abschied nehmen, denn auf dem Programm stand ja noch die am Vortag verschobene F\u00fchrung und Weinverkostung in der Alten Rebe in Maribor. Nach einer halbst\u00fcndigen R\u00fcckfahrt erreichten wir wieder unser Hotel.<br>Um 16 Uhr spazierten wir mit unserer Reisef\u00fchrerin Mateja zum Haus der Alten Rebe. Im zentralen Teil des alten Stadtzentrums am Lent, vor dem Haus der Alten Rebe, w\u00e4chst auch heute noch die \u00e4lteste edle Weinrebe der Welt. Die Sorte Schwarzsamtene bzw. Blauer K\u00f6lner ist durch das best\u00e4tigte Alter von mehr als 400 Jahren in das Guinnessbuch der Rekorde als die \u00e4lteste Weinrebe weltweit eingetragen. Sie tr\u00e4gt auch heute noch Fr\u00fcchte. Die alte edle Weinrebe symbolisiert die reiche Weinkultur der Stadt Maribor, der Region Steiermark und des Landes Slowenien.<br>Nach der F\u00fchrung durch das Haus der Alten Rebe und einer kleinen Weinverkostung konnten wir mit Mateja im Rahmen eines Stadtspazierganges mit anschlie\u00dfender Freizeit weitere Eindr\u00fccke von Maribor gewinnen.<br>Um 19 Uhr trafen wir uns zum Abendessen im Restaurant ROZMARIN in Maribor. Das Rozmarin ist nicht nur f\u00fcr seine exzellenten Speisen im Restaurantbereich bekannt, sondern beherbergt auch eine Vinothek sowie ein Steak- und Burger-Restaurant. Bei einem ausgezeichneten 4-Gang-Men\u00fcund ausgesuchten Wei\u00df- und Rotweinen schlossen wir den Abend in gehobener Stimmung ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Tag, Donnerstag, 06.10.2016<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Abfahrt ab Hotel war um 8:30 Uhr angesetzt. Gegen 9:15 Uhr erreichten wir Ptuj, die \u00e4lteste Stadt Sloweniens, die wir im Rahmen eines Stadtspazierganges erkunden wollten.<br>Ptuj liegt in der slowenischen Untersteiermark zwischen den H\u00fcgeln von Slovenske gorice und von Haloze und den Ebenen Dravsko und Ptujsko polje. Ptuj kann auf eine lange, bis in die j\u00fcngere Steinzeit zur\u00fcckreichende Geschichte zur\u00fcckblicken. Diese spiegelt sich in ihrer reichen Hinterlassenschaft an Sehensw\u00fcrdigkeiten in der Stadt wider. Eine Bl\u00fctezeit hat die Stadt im Altertum unter Rom erlebt. So geht z.B. der Name auf die \u00c4ra des Kaisers Trajan zur\u00fcck, der der Siedlung Stadtrechte und den Namen Colonia Ulpia Traiana Poetovio verlieh. Im Jahre 69 wurde Kaiser Vespasian in Ptuj gew\u00e4hlt und die Jahreszahl 69 gilt als erste schriftliche Erw\u00e4hnung der Stadt. Das r\u00f6mische Poetovio entwickelte sich zu einem bedeutenden milit\u00e4rischen Handels-, Zoll- und Verwaltungszentrum. 40.000 Einwohner lebten damals im Bereich von Ptuj, eine Zahl, die sp\u00e4ter nie mehr erreicht wurde. Die Stadt wurde von den Hunnen niedergebrannt und sp\u00e4ter von Awaren und Slawen erobert. Sie hat sich immer wieder erholt. Die erste Satzung aus dem Jahre 1376 belegt die Rechtsordnung und auch die wirtschaftliche St\u00e4rke der Stadt, die jedoch durch T\u00fcrkeneinf\u00e4lle, gro\u00dfe Br\u00e4nde, \u00dcberschwemmungen und Seuchen stark gebeutelt wurde. Ptuj, als wichtiges Wirtschaftszentrum des unteren Draugebietes, lebt heute als Marktstadt, als Ziel von Ausfl\u00fcgen in die intakte Natur, als Stadt mit einem vielf\u00e4ltigen kulinarischen Angebot sowie als Stadt \u00fcber Weinkellern und am Thermalwasser.<br>Unser erstes Ziel war das m\u00e4chtige, \u00fcber der Stadt thronende Schloss, von dem wir einen wunderbaren Ausblick weit \u00fcber das Land genie\u00dfen konnten.<br>Beim Betreten des Schlosshofes erlebten wir eine \u00dcberraschung. Die Vorbereitungen f\u00fcr das um 10 Uhr beginnende Fest der Weinlese, der Trgatev, waren in vollem Gange. Nicht nur die geladenen G\u00e4ste, sondern auch wir wurden mit Wein, selbst gemachtem Kuchen und Brot bewirtet. Ein Highlight der Veranstaltung war die Ankunft der Weink\u00f6niginnen aus den verschiedenen slowenischen Weinregionen, sowie die Vertreter der \u00f6rtlichen Weinbruderschaft und des internationalen slowenischen Weinordens. Nach den Darbietungen einer Akkordeon-Gruppe und Reden des B\u00fcrgermeisters, der slowenischen Weink\u00f6nigin sowie der Vertreter der Weinbruderschaft und des Weinordens sammelten sich die Teilnehmer an der im Innenhof des Schlosses befindlichen \u201eAlte Rebe\u201c, um dort symbolisch durch die Lese der Traubenb\u00fcndel den Beginn der \u00f6rtlichen Weinlese zu begehen. Hermann \u00fcberbrachte den Vertretern der Weinbruderschaft und des Weinorden die Gr\u00fc\u00dfe der Weinfreunde vom Hellweg. Im Anschluss an diesem Festakt brach die Festgemeinde zur traditionellen Umrundung des Stadtkernes auf, um best\u00fcckt mit verschieden Herbstgaben, so auf symbolische Weise dem Herbst ihren Tribut zu zollen. Die Einladung zur Teilnahme an das anschlie\u00dfende Fest mussten wir leider ablehnen, denn unser Reiseprogramm war schon so aus dem Zeitrahmen gefallen, dass wir den Stadtspaziergang wesentlich abk\u00fcrzen mussten.<br>Gegen 11:15 Uhr erfolgte die Weiterfahrt nach Jeruzalem.<br>Jeruzalem, Perle von Prlekija \u2013 ist der Stolz von Slowenien. In einer H\u00f6henlage von 343 Metern liegen die vertr\u00e4umten gr\u00fcnen und endlosen Weinh\u00fcgel, die Weine wie Jeruzalemcan, Riesling und andere Sorten Wei\u00dfweine hervorbringen. Die Begr\u00fcnder und sp\u00e4teren Besitzer von Jeruzalem waren Kreuzritter im 13. Jahrhundert, die wegen der Sch\u00f6nheit dort sesshaft geworden sind und dem Ort den Namen in Anlehnung an Jerusalem in Israel gegeben hatten. Die Natursch\u00f6nheit dort, geschm\u00fcckt durch die Fr\u00fchbarockkirche der schmerzhaften Mutter Gottes (aus dem Jahre 1652), begeistert auch immer wieder Wallfahrer. Hier herrscht ein echtes \u201cMeer\u201d der bildh\u00fcbschen, gelbgr\u00fcnen Stille. Ein Aufwallen ist nur im Herbst zu sp\u00fcren und zu h\u00f6ren, wenn aus dem gelbgr\u00fcnen Rebenmeer der Weinberge die Klappern ert\u00f6nen, was selbst wieder eine eigenartige Romantik verschafft.<br>Die spektakul\u00e4re Busfahrt durch engste Weinbergstra\u00dfen meisterte unser Busfahrer Simon mit Ruhe und Sicherheit. Gegen 12.15 Uhr erreichten wir Jeruzalem. Nach einem Stopp am Ortsrand, bei dem wir die traumhaften Weinlandschaften genie\u00dfen konnten und nach der Besichtigung der Fr\u00fchbarockkirche mit dem ber\u00fchmten Bild der \u201eTraurigen Mutter Gottes\u201c erwartete uns im Restaurant Brenholc, von dem wir ebenfalls eine traumhafte Aussicht hatten, ein mehrg\u00e4ngiges Mittagessen und anschlie\u00dfend eine Weinverkostung der selbst hergestellten Weine. Geschafft von dem reichhaltigen Essen und den Weinen fuhren wir gegen 16.00 Uhr nach Jarenina weiter, wo wir gegen 17 Uhr das renommierte Weingut Dveri Pax, einen der f\u00fchrenden slowenischen Weinerzeuger, erreichten.<br>Umweltbewusste Methoden der Weinbereitung und schonende Behandlung der ausschlie\u00dflich von Hand gelesenen Trauben geh\u00f6ren zum Grundsatz dieses Weingutes. Das Ergebnis aus Erfahrungswerten einer jahrhundertelangen Tradition, gepaart mit modernster Technologie, kann sich sehen lassen: wunderbar harmonische Weine, die sich durch Frische, sanften, fruchtigen Geschmack und h\u00f6chste Qualit\u00e4t jeder einzelnen Sorte auszeichnen.<br>Dveri Pax-Weine werden auf dem ehemaligen Jahringhof produziert, wo sich auch der Firmensitz befindet. Der Umbau eines aus dem 19. Jahrhundert stammenden Nebengeb\u00e4udes war im Mai 2007 abgeschlossen. Eine Kastanienallee verbindet den modernen Keller mit dem Gutshaus Jarenina. Dieses historisch als \u201eSchloss\u201c bezeichnete Geb\u00e4ude beherbergt einen behutsam restaurierten Klosterweinkeller, dessen geschichtstr\u00e4chtige Gew\u00f6lbe heute als stimmungsvoller Rahmen f\u00fcr die Weinverkostungen dienen. Die Tradition der benediktinischen Weinerzeugung in diesem Keller, der zugleich den \u00e4ltesten Bauteil des Komplexes bildet, reicht bis ins Jahr 1139 zur\u00fcck. Der \u00fcberirdische Teil des Schlosses, an dessen Fassade ein alter Weinstock emporw\u00e4chst, wurde im Laufe seiner Geschichte mehrfach erweitert und umgebaut.<br>Begr\u00fc\u00dft wurden wir von der netten und kompetenten \u00f6rtlichen Verkaufsleiterin Veronika Vrban\u010di\u010d, die uns anschlie\u00dfend mit viel Sachkunde aber auch viel Spa\u00df durch eine hervorragende Verkostung der dort erzeugten Pr\u00e4dikatsweine f\u00fchrte.<br>Am fr\u00fchen Abend fuhren wir schlie\u00dflich zur\u00fcck nach Maribor. Einige Teilnehmer nutzten nach der Ankunft die Gelegenheit, um in einem der vielen Lokale in Maribor einzukehren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. Tag, Freitag, 07.10.2016<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heute hie\u00df es Abschied von Maribor zu nehmen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck und Auschecken im Hotel erfolgte um 9 Uhr die Abfahrt ab Hotel.<br>Unser erstes Ziel des heutigen Tages war der Ort Bizeljsko in der Weinbauregion Posavje, im s\u00fcd\u00f6stlichen Teil von Slowenien in der N\u00e4he der slowenischen Grenze. Hier erreichten wir nach einer ca. 1,5-st\u00fcndiger Busfahrt das Weingut Hofgut Najger. Unter den Weing\u00fctern von Bizeljsko versteckt sich eine sandige Welt \u2013 die sogenannten \u201eRepnice\u201c, das sind H\u00f6hlen, die vor ungef\u00e4hr 200 Jahren ausgegraben wurden und als Lagerpl\u00e4tze f\u00fcr Lebensmittel, gelegentlich aber auch zum Wohnen dienten. Wegen ihrer hohen Luftfeuchtigkeit und konstanten Temperatur zwischen 8 und 12\u00b0C lagerten die Bauern hier ihre Ernte, u.a. auch die R\u00fcbe (slow.repa), wovon sich der Name \u201eRepnica\u201c abgeleitet. Die H\u00f6hlen sind im Kiessand eingegraben, der vor Millionen Jahren vom Pannonischen Meer abgelagert wurde. Es gibt insgesamt 150 solcher H\u00f6hlen, davon werden ungef\u00e4hr 30 regelm\u00e4\u00dfig vor allem zur Reifung und zur Weinlagerung benutzt. Eine dieser H\u00f6hlen konnten wir auf dem Hofgut Najger besichtigen. Interessant waren die sch\u00f6nen Naturdeckenfresken, mit etwas Phantasie konnten wir eine gro\u00dfe Vielfalt an Zeichnungen entdecken. Im zweiten Teil der \u201cRepnicas\u201d befanden sich offene Lagerstellen f\u00fcr Wein, die aus den Lehmw\u00e4nden ausgekratzt waren. In dieser au\u00dfergew\u00f6hnlichen Atmosph\u00e4re fand auch unsere Verkostung der wei\u00dfen und roten Weine des Hofguts -einfache Landweine- statt, die wir zusammen mit K\u00e4se und Brot genossen haben.<br>Um ca. 12 Uhr fuhren wir weiter in westlicher Richtung. Nach ca. 100 km erreichten wir den Bauernhof Grofija in der N\u00e4he des Klosters Sti\u010dna. Der Bauernhof mit allen seinen Geb\u00e4uden und die n\u00e4here Umgebung befinden sich unter Denkmalschutz, da er sich auf einer historischen Grabungsst\u00e4tte mit dem Namen Zwinger befindet. Dies ist eine der wichtigsten arch\u00e4ologischen Grabungsst\u00e4tten in Europa. In der N\u00e4he vom Bauernhof wurden bereits vor mehr als 300 Jahren die ersten Exemplare von Grottenolmen gefunden, einen Lurchart die die H\u00f6hlen bewohnt und h\u00f6chst selten ist.<br>Der wundersch\u00f6n gelegene und gepflegte Bauernhof hat, vor allem durch die liebevollen Dekorationen, sofort neugierige Begeisterung hervorgerufen. Damjana, die Inhaberin, f\u00fchrte uns zur Begr\u00fc\u00dfung in ein altes Stallgeb\u00e4ude, in dem heute Produkte des Hofes verkauft werden. Hier wurden wir zu einer Schnapsprobe empfangen, zu der Baguettescheiben mit verschiedenen Brotaufstrichen gereicht wurden. Anschlie\u00dfend ging es in das Haupthaus, wo uns in der gem\u00fctlichen Bauernstube ein reichhaltiges mehrg\u00e4ngiges Mittagessen erwartete. Neben Mineralwasser und hauseigenem Apfelsaft konnten wir zum Essen als Hauswein einen Cvi\u010dek genie\u00dfen, ein typischer trockener und leichter slowenischer Rotwein, der eine blasse Farbe \u00e4hnlich wie ein Trollinger besitzt. Um ca. 15:45 Uhr hie\u00df es Abschied zu nehmen. Vorher hatten wir aber noch Gelegenheit, einige weitere Teile des Bauernhofes, darunter auch ein Museum, in dem alte Wagenr\u00e4der, Werkzeuge und Zaumzeug liebevoll gesammelt wurden, zu besichtigen und einen Verdauungs-Wodka von Gerhard Balster zu uns zu nehmen.<br>Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir das Kloster Sti\u010dna, wo wir im Klosterhof von Lydia, die uns mit viel Sachverstand durch das Kloster f\u00fchrte, begr\u00fc\u00dft wurden. Beindruckt haben uns nicht nur die wundersch\u00f6nen Kreuzg\u00e4nge, das Refektorium aus dem 17. Jahrhundert und die Klosterkirche, sondern auch das in der alten Pr\u00e4latur beherbergte Slowenische Religionsmuseum. Zu sehen waren u. a. die Klostersammlung, eine Sammlung sakraler Kunst und die st\u00e4ndige Ausstellung der Geschichte des Christentums in Slowenien. Leider reichte die Zeit bei weitem nicht aus um auch ann\u00e4hernd die gesamte Ausstellung zu besichtigen, denn wir wollten ja noch das Ziel unseres Tages, Ljubljana, erreichen.<br>Um ca. 16:45 Uhr fuhren wir weiter zu unserem Hotel f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage, das City Hotel Ljubljana im Zentrum der Stadt, das wir nach einer ca. 1 st\u00fcndigen Busfahrt erreichten.<br>Nach dem Zimmerbezug trafen wir uns um 19 Uhr in der Lobby des Hotels zu einem ersten Stadtrundgang durch Ljubljana. Alle Teilnehmer waren von der malerischen und gleichzeitig lebhaften ungezwungenen Stadt, die bei Dunkelheit einen besonderen Reiz aus\u00fcbt, positiv \u00fcberrascht. Unser Stadtrundgang endete um 20.00 Uhr im Restaurant \u0160estica, das \u00e4lteste Gasthaus in Ljubljana, in dem uns die Kellner in Volkstrachten das mehrg\u00e4ngige Men\u00fc und den roten und wei\u00dfen Hauswein servierten.<br>In guter Stimmung spazierten die meisten Teilnehmer gegen 22:30 Uhr zur\u00fcck zu unserem Hotel. Einige, die noch nicht ins Bett gehen wollten, nutzten das laue Wetter, um noch mehr vom slowenischen Nachtleben kennen zu lernen oder noch einen Absacker an der Hotelbar zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. Tag, Samstag, 08.10.2016<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fccksbuffet starteten wir um 9.00 Uhr mit unserem Bus. Wegen der sehr guten Anbindung \u00fcber das Autobahnnetz von Slowenien ist Ljubljana eine gute Wahl zur Erkundung der westlichen Teile von Slowenien. Unser Ziel an diesem Morgen war der Ort Go\u010de im Vipavatal, den wir nach ca. 1,5-Stunden Fahrt erreichten.<br>Das dicht bebaute Dorf auf dem Aussichtsh\u00fcgelr\u00fccken zwischen dem Branica-Tal und dem VipavaTal ist ein slowenisches Kulturdenkmal. Der Ort Go\u010de wurde im 14. Jahrhundert erstmals erw\u00e4hnt. Die H\u00e4user sind aus dicken Steinw\u00e4nden mit kleinen Fenster\u00f6ffnungen gebaut. Vom nahe liegenden Berg Obelunec mit der Kirche Maria Schnee sieht man, dass die Geb\u00e4ude an zwei Dorfstra\u00dfen gereiht sind, die sich in der Dorfmitte kreuzen. Im Ort steht auf einer Anh\u00f6he die bekannte St. Andreaskirche aus dem 17. Jahrhundert. Am Weg, der die Kirche mit dem Friedhof verbindet, stehen vier Steinalt\u00e4re. In den Altarnischen sind Reliefe mit Szenen des Kreuzweges Christi. Auf dem Dorffriedhof gibt es einen sehr sch\u00f6nen Eingang und die Kapelle zum Heiligen Grab. Die Erkennungsmerkmale des Dorfes, die auch mit der Entwicklung der Ortschaft verbunden sind, sind die Weinreben, der Wein und die Weinkeller. Die Ortschaft Go\u010de liegt an der Vipava-Weinstra\u00dfe.<br>In Go\u010de wurden wir von Davorin Mesesnel begr\u00fc\u00dft, mit dem wir zun\u00e4chst eine sehr informative Ortsf\u00fchrung durch die engen Gassen des Dorfes unternahmen. Die F\u00fchrung endete in dem versteckten und liebevoll restaurierten Hof Cejkotova Domacija, ein Geheimtipp. Alte Fotos zeigten, mit wieviel M\u00fche und Kleinarbeit aus dem verfallenen Geb\u00e4ude dieses Kleinod entstanden ist. Bemerkenswert war die Besichtigung seines alten Weinkellers, in dem uns Davorin eine Fassprobe seiner ausgezeichneten in Barrique-F\u00e4ssern lagernden Weine servierte. Anschlie\u00dfend konnten wir in dem restaurierten Geb\u00e4ude ein k\u00f6stliches mehrg\u00e4ngiges kalt-warmes Essen genie\u00dfen. Alle Zutaten waren aus lokaler Produktion frisch in der K\u00fcche hergestellt und sehr gut gew\u00fcrzt. Dazu gab es passend verschiedene seiner hervorragenden Weine. Davorin und die gesamte Familie waren wirklich perfekte Gastgeber. Hierzu trug nicht nur die gem\u00fctliche Atmosph\u00e4re, sondern vor allem die in freundliche Art und die vielen Erkl\u00e4rungen zu den Gerichten und den Weinen bei. Wir f\u00fchlten uns beim Abschied wie bei alten guten Freunden- es war ein weiterer H\u00f6hepunkt unserer Reise.<br>Um ca. 14 Uhr fuhren wir weiter nach Dobrovo in die kleine, aber feine Weinregion Brda. Das Wahrzeichen von Dobrovo ist das Schlossgeb\u00e4ude im Renaissancestil, das im 17. Jahrhundert anstelle eines alten verfallenen Schlosses errichtet wurde und heute als das sch\u00f6nste Schloss in der Region von Gori\u0161ka gilt. In Gonja\u010de legten wir, unterhalb des 23 Meter hohen Aussichtsturmes, von dem man eine einzigartige Aussicht auf das mittelalterliche \u0160martno und den lieblichen H\u00fcgel der Gori\u0161ka Brda genie\u00dfen kann, eine Kaffeepause ein.<br>Nach einer kurzen Weiterfahrt erreichten wir gegen 16 Uhr unser n\u00e4chstes Ziel, das Weingut \u0160\u010durek im Ortsteil Medana von Dobrovo. Stojan \u0160\u010durek geh\u00f6rt zu den Pionieren des slowenischen Weinbaus nach der Selbstst\u00e4ndigkeit von Slowenien. Die Familie (Vater und 5 S\u00f6hne) bewirtschaften heute Weinberge mit 17 ha Rebfl\u00e4che. Diese liegen im \u00e4u\u00dfersten Westen von Slowenien direkt an der Grenze zu Italien (Friaul) und stellen Top-Lagen dar. Angebaut werden die Rebsorten Rebula, Sauvignon, Wei\u00df- und Grauburgunder, Chardonnay, Pikolit, Blauburgunder, Cabernet und Merlot. Im gro\u00dfen Holzfass- und Barriquekeller reifen die besten Wei\u00df- und Rotweine, darunter die Cuv\u00e9es Stara brajda, UP, Kontra und in Akazienf\u00e4sser der Pikolit.<br>Bei einer F\u00fchrung durch den Weinkeller, konnten wir auch die von K\u00fcnstlern aus verschiedenen Nationen bemalten Barriquef\u00e4sser bewundern, die im Rahmen der Kunst-Botschaft-Projekte erstellt wurden. Solche Projekte wurden zum Teil auch durch die deutsche Botschaft in Ljubljana gef\u00f6rdert. Bei der anschlie\u00dfenden Weinverkostung konnten wir die ausgezeichnete Qualit\u00e4t der Weine kennenlernen. Um 18 Uhr fuhren wir zur\u00fcck zu unserem Hotel in Ljubljana, das wir um 19:45 Uhr erreichten. Der Abend stand zur freien Verf\u00fcgung und wer noch Hunger oder Durst hatte konnte diese in einem der vielen Lokale stillen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6. Tag, Sonntag, 09.10.2016<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diesmal hie\u00df es noch fr\u00fcher als sonst aufzustehen, denn die Abfahrt war schon auf 8 Uhr angesetzt. Nach ca. 80-min\u00fctiger Fahrt erreichten wir den f\u00fcr seine Pferdezucht ber\u00fchmten Ort Lipica.<br>Das Gest\u00fct Lipica ist eines der \u00e4ltesten Gest\u00fcte der Welt und Geburtsort der Lipizzaner. Die \u00fcber 400 Jahre w\u00e4hrende Tradition der Zucht dieser wei\u00dfen Pferde wird inmitten der einzigartigen Karstlandschaft fortgesetzt und stellte eines der sch\u00f6nsten Natur- und Kulturdenkm\u00e4ler Sloweniens dar. Gegen 10 Uhr wurden die Stutenherden mit ihren Fohlen aus den Stallungen in die weiten Weiden getrieben, ein eindrucksvolles Ereignis. Anschlie\u00dfend konnten wir in einer einst\u00fcndigen F\u00fchrung durch die Geb\u00e4ude und Stallungen viele Einzelheiten \u00fcber die Lippizzanerzucht und der Geschichte des Gest\u00fcts erfahren. Zum Schluss blieb noch Gelegenheit, das Lipizzanermuseum \u201eLipikum\u201c zu besichtigen.<br>Das Gest\u00fct Lipica ist eines der \u00e4ltesten Gest\u00fcte der Welt und Geburtsort der Lipizzaner. Die \u00fcber 400 Jahre w\u00e4hrende Tradition der Zucht dieser wei\u00dfen Pferde wird inmitten der einzigartigen Karstlandschaft fortgesetzt und stellte eines der sch\u00f6nsten Natur- und Kulturdenkm\u00e4ler Sloweniens dar. Gegen 10.00 Uhr wurden die Stutenherden mit ihren Fohlen aus den Stallungen in die weiten Weiden getrieben, ein eindrucksvolles Ereignis. Anschlie\u00dfend konnten wir in einer 1-st\u00fcndigen F\u00fchrung durch die Geb\u00e4ude und Stallungen viele Einzelheiten \u00fcber die Lippizzanerzucht und der Geschichte des Gest\u00fcts erfahren. Zum Schluss blieb noch Gelegenheit, das Lipizzanermuseum \u201eLipikum\u201c zu besichtigen.<br>Begr\u00fc\u00dft wurden wir von der Vertriebsleiterin Mirjana Cupin. Zun\u00e4chst stand eine F\u00fchrung durch die Weinkeller auf dem Programm, in denen sich riesige Stahltanks aber auch eine Vielzahl von Holz und Barrique-F\u00e4ssern befinden. Im Anschluss an die Betriebsf\u00fchrung gab es eine interessante und sachkundige Weinverkostung mit kleinem Imbiss.<br>Gut gest\u00e4rkt und in bester Stimmung verlie\u00dfen wir gegen 14:15 Uhr das Weingut um nach einer halbst\u00fcndigen Fahrt das romantische St\u00e4dtchen PIRAN (17.000 Einwohner) an der slowenischen Adria zu erreichen.<br>Mit seiner einzigartigen Atmosph\u00e4re, seiner Stille und seinem seit Jahrhunderten unver\u00e4nderten Charme, gilt Piran als eine der sch\u00f6nsten K\u00fcstenst\u00e4dte Sloweniens. Piran war Teil des venezianischen Imperiums vom sp\u00e4ten 13. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, was sich in der Architektur der Stadt deutlich zeigt. Die Altstadt mit ihren engen Gassen erstreckt sich auf einer etwa einen Kilometer langen, spitz zulaufenden und ins Mittelmeer ragenden Landzunge in ostwestlicher Richtung. Zur Landseite hin wird sie durch eine teilweise erhaltene historische Verteidigungsanlage mit Wehrg\u00e4ngen und -t\u00fcrmen abgegrenzt. An der westlichen Spitze der Landzunge befindet sich die burgartig wirkende Kirche Sv. Klementa (St. Clementa), die als Wahrzeichen der Stadt gilt. Die s\u00fcdliche Strandpromenade, vom kleinen Hafen bis zur Spitze der Landzunge, ist ges\u00e4umt von zahlreichen Restaurants. Zentrum des st\u00e4dtischen Lebens ist der 1894 entstandene und inzwischen restaurierte Tartinijev trg, die Piazza Tartini oder der Tartiniplatz. Zentral auf dem Platz steht als \u00fcberlebensgro\u00dfe Bronzestatue das Denkmal des 1692 in Piran geborenen Komponisten und Violinisten Giuseppe Tartini. Zum Ensemble des Platzes geh\u00f6rt das klassizistische Rathaus an der Nordseite und rechts davon ein rotes gotisches Patrizierhaus. Das Bene\u010danka (Venezianerhaus) wurde von einem reichen aus Venedig stammenden und dort verheirateten Kaufmann f\u00fcr seine in Piran lebende Geliebte gebaut. Die Hausecke gibt das Antlitz der Geliebten wieder. Die zum Tartiniplatz gerichtete Fassade enth\u00e4lt ein Relief mit der italienischen Aufschrift \u201elassa pur dir\u201c (lass sie reden).<br>Nach einem Stadtspaziergang mit Freizeit stiegen wir gegen 16:30 Uhr wieder in den Bus um nach Ljubljana zur\u00fcckzufahren.<br>Um 19:00 Uhr spazierten wir von unserem Hotel zum Restaurant Sokol, das im Herzen des historischen Zentrums von Ljubljana in der unmittelbaren N\u00e4he des Rathauses liegt. Das Gostilna Sokol (Gasthaus zum Falken) befindet sich in einem alten B\u00fcrgerhaus. Das Ambiente ist im Stil eines alten b\u00e4uerlichen Gasthauses konzipiert und mit Kunstgem\u00e4lden aus dem 19. Jahrhundert abgerundet. Die G\u00e4ste werden von Kellnern in Volkstracht mit traditionellen Speisen, slowenischen Weinen oder hausgemachtem slowenischen Bier bewirtet. Auch wir haben ein typisches slowenisches Men\u00fc gew\u00e4hlt und selbstverst\u00e4ndlich dazu passende Wei\u00df- und Rotweine ausgesucht und konnten so den Abend in einer ausgelassenen Stimmung ausklingen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7. Tag, Montag, 10.10.2016<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heute widmeten wir uns ganz der Hauptstadt Sloweniens Ljubljana (fr\u00fcher Laibach), eine Stadt mit mediterraner Ungezwungenheit, voller malerischer und behaglicher Ecken und mit vielen \u00dcberraschungen.<br>Ljubljana hat rund 280.000 Einwohner und ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Sloweniens. Ljubljana ist Sitz des gleichnamigen r\u00f6misch-katholischen Erzbistums und seit 1919 Universit\u00e4tsstadt. Ljubljana gilt als noch unentdecktes Juwel Europas und wird wegen seiner sch\u00f6nen Architektur oft mit Prag verglichen.<br>Um 9:30 Uhr begann, leider bei str\u00f6menden Regen, unsere Stadtf\u00fchrung mit Mateja. Bei unserem Rundgang durch die malerischen Gassen der Altstadt mit den vielen kleinen Gesch\u00e4ften und der Besichtigung des Doms und des Rathauses erfuhren wir viele Einzelheiten zur Geschichte der Stadt aber auch zu den historischen und architektonischen Besonderheiten.<br>Ab 11 Uhr lernten wir bei einer Bootsfahrt auf dem Fluss Ljubljanica die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive kennen. Leider setzte uns auch hier das schlechte Wetter etwas zu, denn aufgrund der K\u00e4lte und des Regens konnten wir nur zusammengekauert und frierend unter Wolldecken den Ausf\u00fchrungen von Mateja folgen. Nach ca.45 Minuten endete unsere Bootsfahrt in der N\u00e4he des Marktes. Von dort f\u00fchrte uns der Weg zur Standseilbahn die uns zur Burg von Ljubljana brachte.<br>Die Burg von Ljubljana, die Hauptsehensw\u00fcrdigkeit Ljubljanas, ist eine m\u00e4chtige mittelalterliche Festung auf dem H\u00fcgel \u00fcber der Stadtmitte und gleichzeitig Symbol der slowenischen Hauptstadt. Vom Aussichtsturm und von der Burgmauer bieten sich die sch\u00f6nsten Ausblicke auf die Stadt. In den Burgr\u00e4umen konnten wir die Museumsausstellung, das Puppentheatermuseum sowie mehrere historische R\u00e4ume, unter anderem die St.-Georgskapelle und das ehemalige Zuchthaus, besichtigen.<br>Auf der Burg endete unsere Stadtf\u00fchrung und es bestand Freizeit, in der jeder sich auf der Burg oder unten in der Altstadt in einem der vielen Lokale, Caf\u00e9s oder Weinstuben aufw\u00e4rmen bzw. einen kleinen Imbiss einnehmen konnte.<br>Am Abend um 18:45 Uhr f\u00fchrte uns der Weg von unserem Hotel zum Restaurant Most, das in Restaurantf\u00fchrern wegen seiner frischen Zutaten in sorgsam zusammengestellte Kreationen besonders gelobt wird.<br>Bei einem Begr\u00fc\u00dfungssekt, einem Sparkling Brut Bjana von der Gori\u0161ka Brda und vielen R\u00fcckblicken und Dankesworten wurden uns bei dem herausragenden 4-g\u00e4ngigen Abendmen\u00fc perfekt passende Weine serviert. Ein H\u00f6hepunkt war sicherlich ein Sladki Mu\u0161kat Bri\u0107 von Slovenska Istra, der mit dem Dessert einem Haselnuss-Souffl\u00e9 mit Vanille-Eis-Creme aufs Beste harmonierte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>8. Tag, Dienstag, 11.10.2016<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach Fr\u00fchst\u00fccksb\u00fcffet und Ausschecken stand f\u00fcr die Gruppe der Bustransfer zum Flughafen nach Klagenfurt an. Dort verabschiedeten wir uns mit einem herzlichen Applaus von Simon, unserem Busfahrer, der uns mit seiner ruhigen und besonnenen Fahrweise immer ein Gef\u00fchl von Sicherheit gegeben hat. Der R\u00fcckflug nach K\u00f6ln\/Bonn und der Bustransfer nach Strickherdicke und Unna verliefen planm\u00e4\u00dfig.<\/p>\n\n\n\n<p>Hermann Bley<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 04.10.2016 bis Dienstag, 11.10.2016 Im Herzen Europas, wo die Alpen auf das Mittelmeer, die Pannonische Ebene und die Karstwelt treffen, liegt Slowenien. 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