{"id":5156,"date":"2025-01-02T21:08:48","date_gmt":"2025-01-02T20:08:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weinfreunde-vom-hellweg.de\/alex\/wordpress\/?page_id=5156"},"modified":"2025-01-02T21:08:48","modified_gmt":"2025-01-02T20:08:48","slug":"studienfahrt-luebeck-und-bremen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.weinfreunde-vom-hellweg.de\/alex\/wordpress\/?page_id=5156","title":{"rendered":"Studienfahrt L\u00fcbeck und Bremen"},"content":{"rendered":"\n<p>Samstag, 10.09.2011 bis Sonntag 11.09.2011<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Protokoll einer ungew\u00f6hnlichen Weinreise in den Norden der Republik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>10. September 2011<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>8 Uhr, Abfahrt im Luxusliner mit Fahrer G\u00fcnter. Es gibt erste Ausf\u00fchrungen zur Reise von Reiner<br>Stau 1 bei Cloppenburg, nichtssagender Anlass war eine Baustelleneinrichtung, Stau 2 bei \u201eOstetal\u201c, Abfahrt in Sittensen mit \u201eTanke\u201c bei AdBlue und G\u00fcnter umf\u00e4hrt den Stau durchs Havenser Moor. Wir passieren Tostedt mit den Hinweisen auf ein Stoppelfeldrennen mit Old- und Youngtimern, Dibbersen im Landkreis Harburg bietet viel Landschaft und rote Backsteinorte, dann geht es wieder auf die Autobahn.<br>Zur Ankunft im Hotel Kaiserhof in L\u00fcbeck lugt die Sonne hervor, bei 3\/4 Stunde Versp\u00e4tung hei\u00dft es: Einchecken &#8211; frisch machen &#8211; umziehen &#8211; alles in 5 Minuten, geht doch!<br>Die Stadtrundfahrt durch L\u00fcbeck ist gebucht bei dem unabh\u00e4ngigen Stadtf\u00fchrer Thomas Arndt, einem jungen Mann mit dem Herz am rechten Fleck und lockeren Spr\u00fcchen \u00fcber das Gestern und Heute.<br>Das Kaffeetrinken bei Niederegger ist ein Muss, wir sind angemeldet zu Niedereggers Nusssahnetorte mit Marzipanhaube: Schmelz auf der Zunge! Und Zucken in der B\u00f6rse beim Gang durch Niedereggers Verkaufsparadies.<br>So gest\u00e4rkt brechen wir auf zur \u201eetwas anderen Stadtf\u00fchrung\u201c\u201c \u2014 wer wei\u00df schon um die Besonderheit der L\u00fcbecker \u201eG\u00e4nge\u201c. Eine Tour mit Faszination ob der heutigen Nutzung, aber das Grauen des Mittelalters in diesen Hinterh\u00f6fen l\u00e4sst uns erschauern.<br>Mit Anekdoten zu Politik, Geschichte und Alltag in L\u00fcbeck einschlie\u00dflich eines Treffens mit dem Teufel (ohne Bauchnabel!) bringt uns der Weg und unser F\u00fchrer zum Ratskeller L\u00fcbeck zur \u201eKulinarischen Weinprobe\u201c.<br>Manuel Mack, der \u00d6nologe des Weinhandelshauses \u201evon Melle\u201c f\u00fchrt uns durch den Abend mit einem vorz\u00fcglichen 3-g\u00e4ngigen Abendessen und typischem L\u00fcbecker Rotspon.<br>Rotspon ist ein niederdeutsches Wort. Es bedeutet urspr\u00fcnglich roter Span, also rotes Holz. Die Bezeichnung gilt f\u00fcr Rotweine franz\u00f6sischen Ursprungs, die lose nach L\u00fcbeck gebracht und nach alter Tradition auf Flaschen gef\u00fcllt werden. Die Tradition L\u00fcbecks als Weinhandelsstadt geht bis ins 14. Jahrhundert zur\u00fcck und das Weinhaus \u201evon Melle\u201c begleitet die faszinierende Geschichte des L\u00fcbecker Rotspons seit mehr als 150 Jahren und ist die erste Adresse in der Hansestadt.<br>Satt und zufrieden treten wir den Heimweg in dieser lauen Sommernacht zu Fu\u00df an. Nach einem Absacker im Biergarten ist bei den \u201eAusgelagerten\u2018\u201c im G\u00e4stehaus um 24 Uhr Schicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>11.September 2011<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Gewitter zum Wecken, ein ausgiebiges Fr\u00fchst\u00fcck im Ambiente der Jahrhundertwende mit Stuckmalereien und goldverzierten \u00d6fen, dann geht die Fahrt los um 9:35 Uhr mit der Sonne 170 km Richtung Bremen. Ohne Stau und Landpartie bleibt Zeit f\u00fcr eine Stunde Freizeit in der Bremer Altstadt. Um 12 Uhr begr\u00fc\u00dft uns das Glockenspiel in der B\u00f6ttcher-Stra\u00dfe.<br>Der Bremer Roland weist uns den Weg zum Rathaus. Weil Roland und Rathaus so sch\u00f6n und so alt sind, stehen sie seit 2004 auf der UNESCO Liste der Welterbe. Im Ratskeller finden sich um 13 Uhr alle ein zu einem typisch Bremer Mittagsschmaus mit vier G\u00e4ngen. \u201eBremer Knipp\u201c beschreibt der eine oder andere wohl als ungew\u00f6hnlich &#8211; uns hat\u2018s geschmeckt. Mit Bier und Wasser stimmt sich so mancher ein auf den H\u00f6hepunkt des Tages.<br>Seit fast 600 Jahren wird im Stammhaus des Bremer Ratskellers deutsche Weinkultur gepflegt, die ihresgleichen sucht. Und wir, die Weinfreunde vom Hellweg, bekommen edle deutsche Winzertropfen aus dem UNESCO-Welterbe zu kosten, ausgeschenkt vom Ratskellermeister Karl-Josef Kr\u00f6tz h\u00f6chstpers\u00f6nlich. Dabei sitzen wir auf F\u00e4ssern aus Rheinhessen und dem Weingut Leo Fuchs von der Mosel. Fasziniert lauschen wir den Einsch\u00e4tzungen und Hinweisen eines au\u00dfergew\u00f6hnlichen Experten, der auch nach 22 Dienstjahren in Bremen mit Empathie die Gruppe f\u00fcr seine Weine zu begeistern wei\u00df.<br>Auf der best\u00e4ndigen Suche nach einem besonderen und reinen Geschmackserlebnis verkostet Karl-Josef Kr\u00f6tz mit seinem Expertenteam j\u00e4hrlich etwa 3.000 deutsche Weine des neuen Jahrgangs. Ausgew\u00e4hlt werden jedoch nur rund 150 Tropfen, die das Pr\u00e4dikat \u201eBremer Weinkeller\u201c verdienen. Insbesondere der Handel und die Lagerung von 1.200 Weinen aus verschiedenen Jahrg\u00e4ngen haben den Bremer Ratskeller zu einer Institution f\u00fcr Weinliebhaber gemacht. Die Prominenz aus Politik, Kunst und Wirtschaft kauft hier ein.<br>Zum Abschluss begeben wir uns auf einen Rundgang, 2 Kilometer k\u00f6nnte man erwandern. Wir gelangen in die Schatzkammer, in der wohlbeh\u00fctet die unermesslichen Rarit\u00e4ten lagern. Den letzten Wein unserer Verkostung bekommen wir kredenzt bei Kerzenlicht im Apostel- und Rosekeller, eine and\u00e4chtige Stimmung ergreift uns. Hier lagern die \u00e4ltesten Fassweine Deutschlands. Absolutes Glanzlicht unter den Rarit\u00e4ten ist ein R\u00fcdesheimer aus dem Jahre 1653!<br>Das Abschiedsgeschenk des Herrn Kr\u00f6tz, die Weinkarte mit rund 650 verschiedenen Weinqualit\u00e4ten, versehen mit einer pers\u00f6nlichen Widmung tritt mit uns die Heimreise an.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit: Sage noch einer, Weinfreunde sind im Norden fehl am Platz \u2014 ganz im Gegenteil!<\/p>\n\n\n\n<p>Herzlichen Dank an unseren Vorsitzenden f\u00fcr zwei besondere Tage.<\/p>\n\n\n\n<p>Werner und Heike Kleineweischede<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\"><strong><em>Trinkst Du vom Rebensaft ein Glas oder zwei,<br>ist\u2019s keine Leidenschaft, sondern Arznei!<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, 10.09.2011 bis Sonntag 11.09.2011 Protokoll einer ungew\u00f6hnlichen Weinreise in den Norden der Republik 10. September 2011 8 Uhr, Abfahrt im Luxusliner mit Fahrer G\u00fcnter. 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