2007

1. Dezember 2007

Weingala

Der Vorsitzende, Reiner Schäfer, begrüßte herzlich die zahlreich erschienenen Gäste in dem festlich geschmückten „gasthaus“ und wünschte ihnen einen schönen, genussvollen Abend.

Das mehrgängige Menü bereitete der Buffetservice Blankenstein aus Bergkamen zu.

Unsere Kellermeister Detlef Krischek und Peter Schampera stellten die zum Menü ausgewählten Weine vor.

Der Abend wurde  musikalisch von Wolfgang Jacobs und seinen Freunden begleitet.

Veranstaltungsort: das „gast.haus „, Heinrich-Hertz-Str. 3, Unna

Zur Begrüßung

2006 Secco Blanc de Blanc

Weingut Beiser, Vendersheim Rheinhessen

Dazu reichen wir kleine regionale Empfangshäppchen

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Rehconsommé mit Waldpilzen

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Schweinefilet „Colbert“ nach Simmel: Es muss nicht immer Kaviar sein

Pastinakenkartoffelpürée

Wirsingsalat

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Rehragout mit Birne und Preiselbeeren

Spätzle – Apfelrothkohl

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Weine zum Menü

2006 Weißer Burgunder, Selektion – Goldenen Kammerpreismünze

Weingut Manz, Weinolsheim, Rheinhessen

2006 Frühburgunder, Weinolsheimer Kehr, Pauline – Holzfass

Weingut Manz, Weinolsheim, Rheinhessen

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Nachtisch

Bratapfelkompott mit Vanilleeis

dazu

2006 Gelber Muskateller QbA

Weingut Korell, Johannishof, Bad Kreuznach, Nahe

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Nach dem Menü bieten wir an:

2005 Wolftrap, Cuvée

Estate Boeckenhottkloof, Franschhoek, Südafrika

2005 Riesling Briedeler Herzchen Spätlese feinherb

Wein- und Sektgut Schneider-Ries, Briedel an der Mosel

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Zum krönenden Abschluss:

Kuchen aus eigener Bäckerei, dazu eine Kaffeeauswahl vom Feinsten

Weingala 2007


Merlot, Modesorte der Neuen Welt?

In fast allen Weinbauregionen der Welt spielt der Merlot eine wichtige Rolle.  Aus seinen Trauben  werden einige der besten Rotweine gekeltert, z.B, der legendäre Château Petrus, den wir leider nicht verkosten konnten…..

Andreas Braier stellte uns die unten aufgeführten Weine, die Winzer und die verschiedenen Anbaugebiete vor. Es war ein sehr informativer und geselliger Abend.

Probenfolge:

1 2005 Schweiz Terre di Gudo, Bianco di Merlot
2 2003 Frankr. Michel Laroche, Merlot Vin de Pays d´Oc Languedoc
3 2004 Deutschl. Weingut Petri, Herxheimer Honigsack QbA
4 2004 Chile Montes, Curico Valley, Merlot Special Cuvee
5 2003 Spanien Torres, Penedes, Atrium Merlot
6 2004 S-Afrika Vriesenhof, Merlot, Stellenbosch
7 2002 Australien Penfolds, Koonunga Hill Cabernet – Merlot Vintage
8 1999 USA Columbia Crest, Grand Estates Merlot ,Washington State
9 2003 Italien Villa Pillo, Merlot St´Adele

Veranstaltungsort: KGV „Lebensfreude“ Unna

25.Oktober 2007

Rotes von der Rhône

Eine Weinreise durch 80.000 ha Frankreich.

Die Reise führte die Weinfreunde vom nördlichen in den südlichen Teil des Rhônetals. Verkostet wurden 10 Weine aus den unterschiedlichen Regionen.  Die Teilnehmer erfuhren sehr viel Wissenswertes über den Wein, die Winzer, die Weinproduktion,  die Geschichte des Weins, das Klima, das AOC-System und über die Zeit der Päpste in Avignon.

Der souveräne Reiseführer war Dr. Ralph Tegethoff.

1. 2004er Crozes-Hermitage Alk.: 12,5% « Les Pontaix »

Syrah 100%

Fayolle Fils et Fille
2. 2005er Côtes du Ventoux Alk.:13,5% (AOC)  Syrah, Grenache, Mourvèdre, Cinsault Perrin & Fils
3. 2005er Côtes du Lubéron Alk.:14% « El niňo loco » Grenache, Syrah, Carignan Domaine d´Antonin
4. 2004er Côtes du Rhône

Alk.:14%

« Les Arbousiers » Grenache 60%, Syrah 40% Domaine la Réméjeanne
5. 2004er CdR Villages

Alk.: 14,5%

(AOC)

nicht filtriert

Domaine de Perillière
6. 2004er CdR Villages Séguret

Alk.: 14,5%

« Grande Réserve »Grenache 65%, Syrah 35% Domaine Mourchon
7. 2005er Côtes du Rhône Alk.: 14,5% Villages       « Les Champauvins »Grenache, Syrah, Mourvèdre, Cinsault Domaine Grand Veneur
8. 2003er Vacqueyras

Alk.: 14,0%

« Réserve des 2 Monardes »Grenache, Syrah, Mourvèdre Domaine de la Monardière
9. 2003er Lirac

Alk.: 14,0%

« La Dame Rousse »Grenache 50%, Syrah 50% Domaine de la Mordorée
10 2000er CdR Villages Cairanne

Alk.: 13,0%

(AOC)Grenache, Syrah, Mourvèdre Domaine Marcel Richaud

Veranstaltungsort: KGV „Lebensfreude“ Unna

27. September 2007

Weine aus Burgundersorten

Aus der großen Familie der Burgunder stellte uns Detlef Krischek 9 Weine vor.

Veranstaltungsort:  Atelier in der Lindenbrauerei Unna

Grüner Veltliner

17. August 2007

Der grüne Veltliner wird in fast allen österreichischen Weinanbaugebieten kultiviert und ist ein urtypische Rebsorte Österreichs. Je nach Böden, Weinzubereitung und Jahrgang kann der Wein  sehr unterschiedlich ausfallen.

Bruderschaftsmeister Karl-Ernst Schmitt von der Weinbruderschaft Heilbronn machte uns  sehr ausführlich mit den unten aufgeführten Weinen und den Anbaugebieten bekannt.

Veranstaltungsort: Atelier in der Lindenbrauerei, Unna

Probenfolge:

1. 2006 „Rotes Tor“, Grüner Veltliner ‚Federspiel’

Franz Hirtzberger, Spitz (Wachau)

2. 2006 „Ried Achleiten“, Grüner Veltliner ‚Federspiel“

Josef Jamek, Joching (Wachau)

3. 2004 „Ried Kreutles“, Grüner Veltliner ‚Federspiel’

Emmerich Knoll, Unterloiben (Wachau)

4. 2006 „Ried Gärtling“, Grüner Veltliner

Martin Nigl, Senftenberg (Kremstal)

5. 2006 „Weelfel“, Grüner Veltliner ‚Alte Reben’

Wimmer-Czerny, Fels am Wagram (Wagram)

6. 2005 „Weinviertel DAC“, Grüner Veltliner tr.

Roland Minkowitsch, Mannersdorf (Weinviertel)

7. 2005 „Alte Reben“, Grüner Veltliner

Herbert Zillinger, Ebenthal (Weinviertel)

8. 2005 „Kammerner Heiligenstein“, Grüner Veltliner

Josef Hirsch, Kammern (Kamptal)

9. 2005 „Kammerner Renner“, Grüner Veltliner

Schloss Gobelsburg, Langenlois (Kamptal)

Mitgliederversammlung

5. Juli 2007

Veranstaltungsort: Atelier in der Lindenbrauerei, Unna

Weinprüfung leicht gemacht

21. Juni 2007

Eine vergleichende Weinprobe mit ausgewählten Weinen aus 5 Anbaugebieten moderierte Peter Schampera.

Auf der Grundlage des Weinprobier- und Testbogens mit Vorgaben für eine Blindverkostung nach dem sog. 5-Punkte-Schema der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) für Qualitätsprüfungen und öffentliche Prämierungen, wurden die Weine getestet. Die Rebsorten waren bekannt, aber nicht der Erzeuger oder gar der Preis. So kamen die einzelnen anwesenden Weinfreunde und Weinfreundinnen  zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

Veranstaltungsort: Atelier in der Lindenbrauerei, Unna

1. Rheinhessen 2006 Riesling QbA feinherb

Abfüller R. v. Schorlemer /Cochem

2. Rheingau 2006 Riesling QbA feinherb

VDP-Weingut August Eser Oestrich-Winkel

3. Badem 2005 Sasbachwaldener Rivaner QbA trocken

Alde Gott Winzer e G.

4. Pfalz 2005 Rivaner QbA trocken

Weingut Mohr-Gutting Duttweiler

5. Pfalz 2006 Grauer Burgunder QbA trocken

Erzeugerabfüllung Weingenossenschaft Rietburg

6. Pfalz 2005 Herxheimer Honigsack Grauburgunder Spätlese trocken

Weingut Familie Petri Herxheim am Berg

7. Franken 2006 Silvaner Kabinett trocken

Gebietswinzerge-nossenschaft Franken / Kitzingen

8. Franken 1992 Silvaner Auslese trocken

Weingut Bernhard Völker Kitzingen

Bewertung:

Eine Jury aus 10 Teilnehmern bewertete die Weine vor allen Teilnehmern: hier die Durchschnittsergebnisse:

1. 2006er Riesling QbA feinherb, Rheinhessen. Abfüller R. v. Schorlemer /Cochem. Kauf bei Aldi Unna

Geruch: 2,75 Geschmack: 3,0 Harmonie: 3,0 Summe der Punkte: 8,75 Qualitätszahl=1/3: 2,92 Note:    gut

2. 2006er Riesling QbA feinherb, Rheingau. VDP-Weingut August Eser Oestrich-Winkel. Kauf direkt vom Weingut

Geruch: 3,5 Geschmack: 3,75 Harmonie: 3,55 Summe der Punkte: 10,8 Qualitätszahl=1/3:  3,6 Note:  sehr gut

3. 2005er Sasbachwaldener Rivaner QbA trocken, Baden. Alde Gott Winzer e G. Kauf bei REWE Unna-Königsborn

Geruch: 2,5 Geschmack: 2,3 Harmonie: 2,1 Summe der Punkte: 6,9 Qualitätszahl=1/3:  2,3 Note:     gut

4. 2005er  Rivaner QbA trocken, Pfalz. Weingut Mohr-Gutting Duttweiler. Landesprämier-ung Gold. Kauf direkt vom Weingut

Geruch: 3,5 Geschmack: 3,35 Harmonie: 3,2 Summe der Punkte: 10,05 Qualitätszahl=1/3:  3,35 Note:   sehr gut

5. 2006er Grauer Burgunder QbA trocken, Pfalz. Erzeugerabfüllung Weingenossenschaft Rietburg. Kauf bei Akzenta Unna

Geruch: 3,15 Geschmack: 3,3 Harmonie: 3,1 Summe der Punkte: 9,55 Qualitätszahl=1/3:  3,2 Note:   sehr gut

6. 2005er Herxheimer Honigsack Grauburgunder Spätlese trocken, Pfalz. Weingut Familie Petri Herxheim am Berg.  Landesprämierung Gold. Kauf direkt vom Weingut

Geruch: 3,85 Geschmack: 3,7 Harmonie: 3,75 Summe der Punkte: 11,3 Qualitätszahl=1/3:  3,8 Note:   sehr gut

7. 2006er  Silvener Kabinett trocken, Franken. Gebietswinzerge-nossenschaft Franken / Kitzingen. Fränkische Weinprämierung Silber. Kauf bei Akzenta Unna

Geruch: 3,7 Geschmack: 3,35 Harmonie: 3,25 Summe der Punkte: 10,3 Qualitätszahl=1/3:  3,4 Note:   sehr gut

8. 1992er Iphöfer Kronsberg Silvaner Auslese trocken, Franken. Weingut Bernhard Völker Kitzingen. Dt. Weinsiegel tr. ; Fränkische Weinprämierung Gold; DLG-Prämierung Großer Preis (Gold) 1994. Kauf direkt vom Weingut

Geruch: 2,5 Geschmack: 1,7 Harmonie: 1,5 Summe der Punkte: 5,7 Qualitätszahl=1/3:  1,9 Note: zufriedenstell.

Anmerkung: Es bestand keine Möglichkeit, diesen Wein vorab zu dekantieren, so dass ein firniger Ton die erste Zeit sehr stark dominierte. Gegen Ende der Probe, nach ausreichender Sauerstoffzufuhr, wurde vom Moderator nochmals eine Verkostung vorgenommen, die folgendes Minderheitenvotum ergab:

Geruch: 3,5 Geschmack: 2,5 Harmonie: 3,0 Summe der Punkte: 9,0 Qualitätszahl=1/3:  3,0 Note:     gut

Reise in die Südtoskana vom 9. – 16. Juni 2007

Es hieß früh aufstehen für die 24 köpfige Gruppe der Weinfreunde – 9 reisten mit dem Auto an -, die sich am Samstag, den 6. Juni mit dem Flieger von Dortmund-Wickede in die Südtoskana aufmachte. Easyjet hatte den Starttermin auf 6.05 Uhr vorgezogen. Und so fand sich die Reisegruppe gegen 4.30 Uhr erwartungsvoll und gar nicht verschlafen am Flughafen ein. Pünktlich trafen wir gegen 8.00 Uhr auf dem Flughafen Rom-Ciampino ein, wo Bernhard Krella und unser Busfahrer Stefano schon auf uns warteten.

Die frühe Ankunft nutzten wir, um die Anreise zu unserem Standquartier in Montepulciano in Orvieto zu unterbrechen und mit einer Stadtführung uns auf die kommenden Tage einzustimmen. Bei wunderschönem Wetter besichtigten wir den Dom

und schlenderten durch die pittoreske Altstadt von Orvieto.

Gegen 18.00 Uhr trafen wir in unserem Hotel in Montepulciano ein, wo uns die Autofahrer schon erwarteten. Nachdem die Zimmer bezogen waren, starteten wir mit einem kleinen Umtrunk mit Prosecco das offizielle Programm. Das Abendessen im Restaurant Borgobui, stilecht untergebracht in einem romantischen Gewölbekeller, schloss den anstrengenden Anreisetag stimmungsvoll ab.

Wir hatten Montepulciano als Standort gewählt, weil wir von dort sternförmig unsere Reiseziele der kommenden Tage ansteuern konnten.

Montepulciano liegt auf einem lang gestreckten Bergrücken am westlichen Rand des Chianatales. Daher war Kondition gefragt, als uns am Sonntagmorgen eine sympathische Führerin die Sehenswürdig-keiten der in seiner mittelalterlichen Struktur weitgehend erhaltenen Stadt näher brachte. Nach einer verdienten Pause  auf dem Piazza Grande, auf dem nach der Besichtigung der frühbarocken Kirche Marktstände unsere Aufmerksamkeit auf sich zogen, ging es ins Tal zu der beein-druckenden Kirche „San Biaggio“, wo wir uns an dem Schauspiel einer italienischen Hochzeit ergötzen konnten.

Am Nachmittag empfing uns die Cantina Crociani zu unserer 1. Weinprobe.

Im zünftigen Ambiente des in den Tuffstein gehauenen Weinkellers probierten wir die gesamte Palette der Weine, für die Montepulciano berühmt ist. Es wurde spät und in gehobener Stimmung beendeten wir den Tag in der Pizzaria „Il Covo D`Obelix“ und machten dabei die angenehme Erfahrung, dass eine vorzügliche Küche auch in einer unprätentiösen Ambiente zu finden ist.

Der Montag führte uns zuerst nach Cortona, eine städtebauliches Kleinod, das sich mit seiner vollständig erhaltenen mittelalterlichen Altstadt wie eine rotbraune Matte an einen Hügel schmiegt, von dem sich ein herrlicher Blick ins Chianatal und zum Lago Trasimeno eröffnet.

Die Zeit am Nachmittag reichte gerade, um einige der vielen Sehenswürdigkeiten von Arezzo anzusteuern. Im Mittelpunkt des Interesses stand dabei Piero della Francesca, der bedeutenste Vertreter der italienischen Frührenaissance, dem eine gerade eröffnete, europaweit beworbene Ausstellung gewidmet war. Besonders beeindruckend waren seine Fresken in der Kapelle Bacci in der Basilika des Hl. Franziskus. In der gediegenen Atmos-phäre des „La Curia“ in unmit-telbarer Nach-barschaft des groß-artigen Piazza Grande und im Schatten der Apsis der romani-schen Kirche Santa Ma-ria della Pieve beschlos-sen wir den Tag. Arezzo lohnt ein Wiederkommen.

Natürlich sollte der Brunello der Star des 3. Tages sein, der der Stadt Montalcino und seiner Umgebung gewidmet war. Doch er bekam unverhoffte Konkurrenz. Da wir am Morgen bis zum 1. Termin etwas Zeit hatten, machten wir einen Umweg durch das Orcia Tal und gewannen einen ersten Eindruck von der zu Recht gerühmten Schönheit dieses Landstriches. Als unerwarteter Höhepunkt erwies sich der Besuch der Klosterkirche Sant` Antimo. Dieser schlichte, hohe, dreischiffige romanische Kirchenraum aus dem 12. Jahrhundert schlug jeden mit seiner Ruhe und unaufdringlichen Feierlichkeit sofort in den Bann, der die Kirche betrat. Es war daher richtig, dass wir nach dem Ende der Führung durch die Kirche noch der Sext der Mönche beiwohnten und ihrem gregorianischen Gesang lauschten.

Innenansicht des Klosters Sant` Antimo

Fast in Sichtweite des Klosters lag unser nächstes Ziel, die Cantina Ucelliera, eine junge und kleine aber sehr erfolgreiche Kellerei. Dort erwartete uns zu den vorzüglichen Weinen, dem selbst produzierten Öl und Grappa, in Deutsch kompetent vorgestellt von Frau Koch, ein von der „Mama“ liebevoll zubereitetes Mittagsmenü. Da der zuletzt abgefüllte Brunello ausverkauft war, durften wir den Jahrgang verkosten, der in den kommenden Monaten auf die Flasche gefüllt werden sollte.

Für die meisten war anschließend das drohende Gewitter wohl nur ein willkommener Vorwand, die nach der Wein-probe vorgesehene Wanderung von Sant`Antimo nach Montalcino zu streichen und mit dem Bus nach Montalcino zu fahren und dort bei einem Capuccino auf die kleine Wandergruppe zu warten, die sich weder von dem steilen Anstieg beim Kloster, der unsicheren Wegemarkierung noch dem Wetter hatten abschrecken lassen und nach 2 Stunden gut gelaunt und trocken in Montalcino ankam.

Das Val D`Orcia, dem der nächste Tag gewidmet war, zeigt die Landschaft, die man vor Augen hat, wenn man an die Tos-kana denkt. Wir star-teten im Norden in S. Quirico d`Orcia, ein ver-träumter Ort mit einer schönen romanischen Kirche, besuchten Pienza mit seinen Renaissancepalästen und waren beim Rundgang über die Stadtmauer beeindruckt von dem wunderschönen Blick ins Tal. Dann folgte – ein Muß, wenn man in der Gegend des Pecorino ist –der Besuch in der Käserei San Polo, wo wir uns von der hervorragenden Qualität des Käses überzeugen konnten. Über Bagno Vignoni – mit seinem jahrhunderte alten Thermalbecken mitten im Ort ein Touristenmagnet – ging es nach Rocco D`Orcia, wo die Reste einer langobardischen Burg wie ein Adlerhorst auf einem steilen Felsen thront. Atemberaubend der Blick ins Land, dramatisch untermalt durch eine im Westen aufziehende Gewitterfront. Das Abendessen nahmen wir anschließend, vom Gewitter unbehelligt, im Garten der Michelin gekrönten Osteria Del Leone im ältesten Haus von Bagno Vignoni ein. Es bildete den gelungenen Abschluss eines schönen Tages.

Perugia am folgenden Tag war lebhaft und heiter. Von unserer Mitreisenden Gisela wohl versorgt mit Geschichtsdaten und Infos über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten fuhren wir – nachdem wir zuvor unter Anleitung von Bernhard das etruskische Gräberfeld vor der Stadt besichtigt hatten – mit Rolltreppen vom Busparkplatz durch die Unterstadt auf das Plateau, auf dem dicht gedrängt die Altstadt liegt. Als erstes öffnete sich für uns ein herrlicher Blick nach Süden, wo in der Ferne Assisi zu erahnen war. Wir schlenderten über den Corso Vanucci zu der wunderschönen Piazza IV November mit dem frisch renovierten Fontana Maggiore, dem mächtigen Querbau des Doms und dem lang gestreckten Palazzo die Priori. Danach erkundigten wir in Kleingruppen auf eigene Faust die Stadt.

Am späten Nachmittag ging es weiter zum Lago Trasimeno. Es war windstill und der See war spiegelglatt als wir bei schönstem Sonnenstein von Tuoro zur Isola Maggiore übersetzten. Wer sich beim Rundgang über die Insel die Mühe machte, auf die höchste Erhebung zur Kirche des hl Franziskus zu steigen, wurde mit einem wunderschönen Rundblick über den See belohnt. Im Westen lag Castiglione del Lago, wo wir im Restaurant L`Aquario bei einem vorzüglichen Menü mit Fischen aus dem See, begleitet von Weinen aus der Umgebung den Abstecher nach Umbrien beschlossen.

Siena, unser Ziel am letzten Tag, ist immer einen Besuch wert. Immer aufs Neue beeindruckend ist der 1. Blick auf die Stadt, der sich auftut, wenn man vom Parkplatz kommend die Dominikanerkirche erreicht. Il Campo mit seinem wunderbaren, geschlossenen Platzraum, der Palazzo Publico mit seinem reichen Freskenschmuck und der Dom, dessen überwältigend reich geschmückte Fassade nach langer Renovierungszeit jetzt wieder unverstellt zu bewundern war, waren die Ziele unserer Stadtführung. Nach der Mittagspause und einem zwanglosen Bummel durch die Stadt ging es gegen 16.00 Uhr zurück zum Hotel. Dort hieß es Koffer packen und sich frisch zu machen, bevor es zur Abschlussgala in das mittelalterliche, pittoreske Montefollonico ging.

Dieser Ort liegt eng geduckt auf einem Bergrücken am westlichen Rand des Chianatales. Unser Restaurant „La Costa“, untergebracht im umgebauten Kornspreicher des früheren, aus dem 14. Jahrhundert stammenden Gutshofes des Ortes, klebte an der Ost-flanke des Berg-rückens. Von sei-ner Ter-rasse, wo wir leider wegen der zu kühlen Witterung nur den Aperitif einnehmen konnten, hatte man einen weiten Blick über das Chianatal. Rechterhand lag Montepulciano, im Osten glänzte der Lago Trasimeno und im Norden konnte man Cortona erahnen. Das vorzügliche Menü – für manche war es der kulinarische Höhepunkt der Reise – begleitet von einem Querschnitt der Weine Montepulcianos bildete den gelungenen Abschluss des Tages und einer erlebnisreichen Woche.

Nach einer kurzen Nachtruhe – Abfahrt war 03.30 Uhr – brachte uns unser zuverlässiger Bus fahrer Stefano sicher zum Flughafen nach Rom. Und manchem, der bei der dreistündigen Fahrt einnickte, verschwammen die Ereignisse der letzten Tage und er fragte sich, war es Realität oder nur ein Traum. Auf jeden Fall hatte er das Gefühl, eine Ahnung vom „Paradies“ erlebt zu haben.

19.April 2007

Aromaabend der Weindüfte

Auf eine Reise in die Welt der Aromen lud uns Erhard Kaiser ein.  Der Geruchssinn ist von allen Sinnen, die beim Weinverkosten angesprochen werden, der wichtigste. Mit diesem Sinn sind wir in der Lage tausende verschiedene Düfte und Gerüche zu unterscheiden. Aus Speisen und Getränken, die in der Mundhöhle bewegt werden,  lösen sich Aromastoffe, die bis zur Riechschleimhaut aufsteigen. Vieles was wir zu schmecken glauben, riechen wir in Wirklichkeit.

Gemeinsam erschnupperten wir die typischen Merkmale im Wein.

Veranstaltungsort: Atelier in der Lindenbrauerei, Unna

15.Februar 2007

Rioja – Weinprobe

Rioja, das Weinanbaugebiet im  Nordosten Spaniens, am Oberlauf des Flusses Ebro,  ist wohl die bekannteste Weinregion Spaniens und gehört zu den bedeutendsten Anbaugebieten in Europa. Es ist international für hervorragende Rotweine bekannt.

David Schwarzwälder, Spanienkorrespondent für verschiedene Weinzeitschriften und Buchautor, stellte uns die Vielfalt  der Rioja –Weine vor, und gab uns einen Einblick in die Geschichte des Weinanbaus  und der Anbaumethoden. Die klassischen Rioja-Weine werden aus der einheimischen Tempranillo-Traube hergestellt oder aus Cuvées mit einem Anteil von mehr als 50% Tempranillo.

Probenfolge:

1. 2005 Nostalgia, Joven; Bodegas Faustino Rivero Ulecia
2. 2005 Becquer, Joven; Bodegas Escudero
3. 2001 Valsacro, Joven; Bodegas Valsacro
4. 2003 Florentino de Locanda, Creanza; Bodegas Fiorentino de Lecanda
5. 2000 Lan, Creanza; Bodegas Lan
6. 2001 Domino de Conte, Reserva; Bodegas Breton
7. 1998 Marques de Caceres, Gran Reserva; Bodegas Marques de         Caceres
8. 1996 Coto de Imaz, Gran Reserva; El Coto de Rioja

Bewertung:

1. 1996 Coto de Imaz, Gran Reserva; El Coto de Rioja
2. 2001 Domino de Conte, Reserva; Bodegas Breton
3. 2001 Valsacro, Joven; Bodegas Valsacro

4. Januar 2007

Neujahrsempfang

Zum Neujahrsempfang lud Reiner Schäfer ins Nicolaihaus ein und viele, viele kamen.

Am Anfang eines neuen Jahres bietet ein Treffen  eine gute Gelegenheit  das alte Jahr gemeinsam mit den Weinfreunden Revue passieren zu lassen und auf das neue Jahr anzustoßen.

Für das leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt, in flüssiger wie in fester Form.

Rot- und Weißweine aus unserem Weinkeller standen zum Verkosten bereit. Dazu gab es Häppchen, belegt mit Käse, Schinken und Forellenmousse.

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